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PEP-Web Tip of the Day

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Freud (1925). Josef Breuer †. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(2):255-256.

(1925). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(2):255-256

Josef Breuer †

Freud

Am 20. Juni 1925 starb in Wien im 84. Lebensjahr Dr. Josef Breuer, der Schöpfer der kathartischen Methode, dessen Name darum unauslöschlich mit den Anfängen der Psychoanalyse verknüpft ist.

Breuer war Internist, ein Schüler des Klinikers Oppolzer; in jüngeren Jahren hatte er bei Ewald Hering über die Physiologie der Atmung gearbeitet, später noch, in den spärlichen Mußestunden einer ausgedehnten ärztlichen Praxis beschäftigte er sich erfolgreich mit Versuchen über die Funktion des Vestibularapparates bei Tieren. Nichts an seiner Ausbildung konnte die Erwartung wecken, daß er die erste entscheidende Einsicht in das uralte Rätsel der hysterischen Neurose gewinnen und einen Beitrag von unvergänglichem Wert zur Kenntnis des menschlichen Seelenlebens leisten werde. Aber er war ein Mann von reicher, universeller Begabung und seine Interessen griffen nach vielen Richtungen weit über seine fachliche Tätigkeit hinaus.

Es war im Jahre 1880, daß ihm der Zufall eine besondere Patientin zuführte, ein ungewöhnlich intelligentes Mädchen, das während der Pflege seines kranken Vaters in schwere Hysterie verfallen war. Was er an diesem berühmten „ersten Fall“ getan, mit welch unsäglicher Mühe und Geduld er die einmal gefundene Technik durchgeführt, bis die Kranke von all ihren unbegreiflichen Leidenssymptomen befreit war, was für Verständnis für die seelischen Mechanismen der Neurose er dabei gewonnen, das erfuhr die Welt erst etwa vierzehn Jahre später aus unserer gemeinsamen Publikation „Studien über Hysterie“ (1895), leider auch dann nur in stark verkürzter und durch die Rücksicht auf ärztliche Diskretion zensurierter Form.

Wir Psychoanalytiker, die längst damit vertraut sind, einem einzelnen Kranken Hunderte von Stunden zu widmen, können uns nicht mehr vorstellen, wie neuartig eine solche Bemühung vor 45 Jahren erschienen sein muß.

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