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Jones (1925). Abraham, Karl: Psychoanalytische Studien zur Charakterbildung. (Internationale Psychoanalytische Bibliothek, Nr. XVI.) Internationaler Psychoanalytischer Verlag 1925. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(3):377-378.

(1925). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(3):377-378

REFERATE: Aus der psychoanalytischen Literatur

Abraham, Karl: Psychoanalytische Studien zur Charakterbildung. (Internationale Psychoanalytische Bibliothek, Nr. XVI.) Internationaler Psychoanalytischer Verlag 1925

Review by:
Jones

Dieses kleine Meisterwerk kann sowohl dem wertvollen Inhalt als der klaren Darstellung nach als Vorbild für die psychoanalytische Literatur gelten. Es enthält kein Wort zuviel; darum ist es schwierig, über den Inhalt zu berichten, ohne es in Gänze wiederzugeben. Der klare und flüssige Stil des Autors macht das Buch zu einer anregenden Lektüre. Es besteht aus folgenden drei Teilen:

1. Ergänzungen zur Lehre vom Analcharakter. Als Referent den Versuch unternahm, die damals bekannten Beiträge der Analerotik zur Charakterbildung übersichtlich zusammenzufassen, begegnete er der Kritik, daß er „alles auf Analerotik zurückführe“. Die Sachverständigen waren jedoch anderer Ansicht, und Abraham bemerkt mit Recht, daß jener Versuch keineswegs erschöpfend war. Er stimmt mit allen Punkten jener Abhandlung überein, ergänzt sie aber durch die Hinzufügung neuer und erläutert außerdem viele dort angedeutete Gesichtspunkte aus seinem reichen Erfahrungsschatze. Er stellt die beiden Typen von auffallender Fügsamkeit und Trotz einander gegenüber und zeigt, wie beide in derselben Person vereint sein können. Er betont die Zusammenhänge zwischen Analerotik und Machtgefühl und bespricht die Möglichkeit einer Regression von der genitalen zur analen Stufe, die dann in ihrer negativen Form zu der von ihm treffend so genannten intestinalen Impotenz führt.

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