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Müller, J. (1925). Früher Atheismus und Charakterfehlentwicklung: Mitgeteilt in der „Berliner Psychoanalytischen Vereinigung“, Mai 1925. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(4):487-488.

(1925). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(4):487-488

Früher Atheismus und Charakterfehlentwicklung: Mitgeteilt in der „Berliner Psychoanalytischen Vereinigung“, Mai 1925

Josine Müller

Eine 31 jährige Patientin lebt seit ihrem fünfzehnten Jahre in einem Verhältnis völliger innerer Abhängigkeit von einem zehn Jahre älteren verheirateten Freunde, das man nur als das Verhältnis einer Gotteskindschaft bezeichnen kann. Die Pat. hatte in ihrer frühen Kindheit erst eine Periode voll unerledigter Konflikte durchgemacht, voll Trauer darüber, daß die Eltern, insbesondere der Vater, sie als mittleres von vielen Kindern nicht beachteten, und voll Schuldgefühlen. Eine spätere Zeit stand unter dem Zeichen des Gottesglaubens. Die Gewißheit eines real existierenden, trotz seiner großen Entfernung ihr innig vertrauten Vaters, der alles Unmögliche möglich machen kann, dessen Kind man ist, ohne eine Mutter zu haben, ermöglichte ihr, ihre auf den Vater gerichteten primitiven Wünsche und ihre Eifersucht zu verdrangen, ferner ihre jüngeren Geschwister zu lieben und in außerordentlich gehobenem Selbstgefühl ihre gute Begabung zu benutzen. Das Vertrauen auf die reale Existenz Gottes wurde aber in den nächsten Jahren schwer erschüttert; sie mußte schließlich den Glauben an die Existenz Gottes wieder aufgeben, behielt aber die libidinöse Besetzung der Gottes-Imago als eines idealen, vollkommenen Vaters, dessen scheinbare Fehler seiner Unerforschlichkeit zugute zu halten sind, bei.

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