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Eitingon, M. (1926). GEDENKREDEN ÜBER KARL ABRAHAM. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(2):195-197.
    

(1926). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(2):195-197

GEDENKREDEN ÜBER KARL ABRAHAM

Max Eitingon

(In der Trauerfeier der „Berliner Psychoanalytischen Vereinigung“, am 12. Januar 1926)

Als die Nachricht vom Ableben Karl Abrahams mich erreichte, trennte mich räumlich eine große Entfernung von Berlin, nachdem aus der Ferne meine Gedanken wochenlang zusammen mit Ihrer aller bang um sein Krankenlager gekreist hatten; und in den Nachmittagsstunden jenes unvergeßlichen Montags, den 28. Dezember, fuhr der Zug wie schmerzlich stöhnend über den tief beschneiten Alpenpaß.

Der brennende Blick suchte in der Ferne den eben von uns gehenden Freund und Gefährten zwanzigjähriger Waffengenossenschaft, ich dachte an ihn. Aber an Karl Abraham denken, heißt an die bewegten letzten zwei Jahrzehnte der Psychoanalyse denken, in denen sie zur Bewegung geworden ist, und mit deren Entwicklung sein Name an so vielen und so wesentlichen Stellen so bleibend verknüpft ist, wie kaum eines anderen Name. Er ist nicht nur einer der namhaftesten, grundlegendsten Autoren unserer Literatur, sondern auch, ich möchte sagen, ich finde keinen besseren Ausdruck, ihr glücklichster Autor. Von den Anhängern der Psychoanalyse geliebt, geschätzt und sehr früh schon als Klassiker verehrt, ist auch der Gegner Spott vor ihm verstummt. Das früher besonders beliebte Spiel unserer Gegner, statt sachlicher Kritik und vorurteilsloser Überprüfung des von der Psychoanalyse in bis dahin neuer Weise gesehenen und bloßgelegten Materials, einzelne aus dem Zusammenhange gerissene Sätze aus den Arbeiten unserer Autoren der allzu billigen Lächerlichkeit preiszugeben, versagte vor dem festen Gefüge Abrahamscher Gedankengänge. Ein einziges Mal nur, soweit mir erinnerlich ist, erlebte er etwas Ähnliches. Das war am Anfang seines hiesigen Wirkens, bei seinem ersten Auftreten in einer medizinischen Gesellschaft in Berlin, in jener denkwürdigen Sitzung der Berliner neurologisch-psychiatrischen Gesellschaft, in welcher der Geheimrat Ziehen mit einer drastischen Bemerkung die Diskussion über Abrahams Vortrag hintertrieb.

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