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Jokl, R.H. (1926). Die Mobilisierung des Schuldgefühls: Ein Beitrag zur Frage der „aktiven Therapie“. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(3):444-450.

(1926). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(3):444-450

Die Mobilisierung des Schuldgefühls: Ein Beitrag zur Frage der „aktiven Therapie“

Robert Hans Jokl

Die Technik der Psychoanalyse hat durch die von Ferenczi empfohlenen und bestimmt umschriebenen „aktiven“ Eingriffe eine beachtenswerte Erweiterung erfahren, ohne daß es bisher gelungen wäre, die Wirkungsart der „aktiven Therapie“ in befriedigender Weise theoretisch zu begründen. Es liegt dadurch in praxi die Versuchung nahe, das neue Verfahren nur zögernd und selten, oder — auf die Autorität des Autors hin — zu oft und kritiklos anzuwenden. Ferner läßt die eminente soziale Bedeutung einer Verbesserung der Prognose und der auf diesem Wege erzielbaren Ersparnis an Zeit und materiellem Aufwand eine solche technische Neuerung besonders wichtig erscheinen. Es mag daher angebracht sein, Erfahrungen mitzuteilen, die geeignet sind, Einblick in die Voraussetzungen und die Anwendungsgebiete der neuen Methode zu gewähren.

Bei den „aktiven“ Maßnahmen wird es sich wesentlich darum handeln, seelische Funktionen mobil zu machen und zu verwerten, die fördernd auf den gehemmten Ablauf der psychoanalytischen Arbeit einwirken und die Widerstände beseitigen helfen. Als einen der bedeutsamsten dieser Faktoren haben wir in der Analyse das unbewußte Schuldgefühl kennen gelernt, dem nach dem Urteil Freuds in vielen Neurosen eine ökonomisch entscheidende Rolle zufällt. So lange es in seinen Quellen unerkannt ist, wird es zum hartnäckigsten Widerstand gegen Fortgang und Wirksamkeit der Analyse. Gelingt hingegen seine Auslegung und seine partielle Überleitung in die Übertragung, so erreicht man das Aufgeben des das Schuldgefühl deckenden Symptoms. Freud spricht sich nicht sehr ermutigend über die Chancen des Analytikers aus, dieser therapeutischen Aufgabe gerecht zu werden. Um so mehr mag jedes Mittel willkommen sein, das uns ihrer Beherrschung näher zu bringen verspricht.

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