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Alexander, F. Deri, F. (1931). Psychoanalyse und Medizin: „Harvey Lecture“ in der Academy of Medicine in New York, am 31. Januar 1931. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 17(2):212-233.
  

(1931). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 17(2):212-233

Psychoanalyse und Medizin: „Harvey Lecture“ in der Academy of Medicine in New York, am 31. Januar 1931

Franz Alexander und Aus dem englischen Manuskript übertragen von Francis Deri

Zunächst wollen wir unser Problem „Psychoanalyse und Medizin“ schärfer präzisieren, als es der angekündigte Titel vermag. Man kann entweder untersuchen, welche Beziehungen zwischen der Psychoanalyse und der Medizin den theoretischen Voraussetzungen nach bestehen sollten, oder man kann die tatsächlich vorhandenen Beziehungen feststellen. Ich ziehe es vor, mich in der Hauptsache auf die Beantwortung der zweiten Frage zu beschränken, und will es Ihnen überlassen, auf Grund meiner Erörterung der zwischen Psychoanalyse und Medizin wirklich bestehenden Beziehungen die Antwort auf die erste Frage zu finden, wie die Beziehung zwischen den beiden Wissenschaften sein sollte.

Bevor ich auf Einzelheiten eingehe, schulde ich Ihnen eine Erklärung, warum die ganze Frage nach der Beziehung zwischen Psychoanalyse und Medizin überhaupt ein Problem ist. Etwa dreißig Jahre lang hat die Psychoanalyse als konsequent und geschlossen sich entwickelnde Theorie der Persönlichkeit und als genau und präzise beschriebene Methode der psychologischen Untersuchung und Behandlung geistiger Störungen eine seltsam isolierte Existenz an der Grenze zwischen Medizin und Naturwissenschaften geführt. Dieser Zwischenzustand resultierte jedoch keineswegs allein aus der exklusiven Haltung der medizinischen Welt gegenüber der Psychoanalyse, sondern auch die Psychoanalytiker selbst waren unentschieden, wohin sie gehören.

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