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Schmideberg, M. (1932). Einige unbewußte Mechanismen im pathologischen Sexualleben und ihre Beziehung zur normalen Sexualbetätigung: Nach einem Vortrag am 18. Nov. 1930 in der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(1):51-85.

(1932). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(1):51-85

Einige unbewußte Mechanismen im pathologischen Sexualleben und ihre Beziehung zur normalen Sexualbetätigung: Nach einem Vortrag am 18. Nov. 1930 in der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft

Melitta Schmideberg

Die Psychoanalyse hat zuerst die wichtige Rolle, die die Sexualität im menschlichen Seelenleben spielt, voll gewürdigt und auch die Funktion der Sexualbetätigung für das seelische Gleichgewicht des gesunden Menschen erkannt. Sie hat ferner die Bedeutung der Sexualität für die Ätiologie der Psychoneurosen entdeckt, die vielfachen Verarbeitungen, denen die Sexualität unterliegt, beschrieben, ihre Hemmungen und Fehlentwicklungen erforscht und der Therapie erschlossen. Verhältnismäßig wenig hat sie sich aber mit den psychologischen Problemen der normalen Sexualbetätigung befaßt, vor allem nicht die Frage erörtert, ob neben den libidinösen Faktoren noch andere Momente als Antriebe wirksam sind. Ferenczi ist der einzige, der auf dieses Problem eingegangen ist und es vom „bioanalytischen“ Standpunkt zu erforschen versucht hat.

Im folgenden möchte ich die Frage, ob außer dem Wunsch nach libidinöser Befriedigung noch andere psychische Faktoren einen Antrieb zur Sexualbetätigung bilden, an Hand von analytisch-klinischem Material untersuchen. Es handelt sich dabei um mehrere Patienten, die sich anscheinend ungehemmt sexuell betätigten, bei denen aber im Verlauf der Analyse der zwanghafte Charakter der Sexualbetätigung sich feststellen und die unbewußten Motive dafür aufdecken ließen.

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