Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To share an article on social media…

PEP-Web Tip of the Day

If you find an article or content on PEP-Web interesting, you can share it with others using the Social Media Button at the bottom of every page.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Kogan, I.M. (1932). Weltuntergangserlebnis und Wiedergeburtsphantasie bei einem Schizophrenen. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(1):86-104.

(1932). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(1):86-104

KASUISTISCHE BEITRÄGE

Weltuntergangserlebnis und Wiedergeburtsphantasie bei einem Schizophrenen

I. M. Kogan

Bei einem Fall von Schizophrenie, der von Oktober 1924 bis zur Gegenwart unter Beobachtung stand, gelang es, ein exquisites Weltuntergangserlebnis und eine damit verbundene Wiedergeburtsphantasie klinisch zu beobachten und Einblick in die ihnen zugrunde liegenden dynamischen Vorgänge zu gewinnen.

Der Kranke trat im 25. Lebensjahre im Oktober 1924 in das Odessaer psychiatrische Krankenhaus ein. Die objektive Anamnese wurde mit der Mutter des Patienten aufgenommen, einer Pflegerin des ehemaligen evangelischen Krankenhauses, einer wenig gebildeten Frau, die nur eine Reihe äußerer Umstände aus dem Leben ihres Sohnes mitteilen konnte. Der Vater des Patienten, ein Handlungsgehilfe, war im ersten Lebensjahr des Patienten, selbst 40 Jahre alt, an einer Lungenentzündung gestorben. Er wird als leutseliger, im allgemeinen gutmütiger, aber gelegentlich jähzorniger Mann geschildert, der gerne trank. Die Mutter sagt von sich selbst aus, daß sie stets sehr ruhig und zurückgezogen gelebt habe; sie habe nie Freundinnen gehabt, immer die Einsamkeit aufgesucht und sei oft betrübt gewesen. Der Großvater väterlicherseits war Alkoholiker, ebenso ein Bruder des Vaters. Auch der Vater der Mutter trank viel, war aber im allgemeinen ein ruhiger und sehr gutmütiger Mensch. Auch ein Bruder der Mutter war Trinker; er endete durch Selbstmord.

Der Patient ist ein einziges Kind. Als er geboren wurde, war sein Vater 38, seine Mutter 19 Jahre alt. Die Geburt war schwer; das Kind wurde künstlich ernährt. Nur ein Jahr lang lebte das Kind bei seinen Eltern; nach dem Tode des Vaters wurde er, da die Mutter eine Stelle antreten mußte, in einer fremden Familie untergebracht, wo er bis zu seinem 13. Lebensjahre blieb. Die Lebensbedingungen dieser Familie waren sehr ungünstig: Not, Enge, häufige Prügel. Nach den Angaben der Mutter soll der Patient schon damals Zeichen einer besonderen Erregbarkeit geboten haben. Wenn man ihn reizte, so begann er zu schreien und konnte durch viele Stunden nicht beruhigt werden.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.