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Wulff, M. (1932). Die Mutter-Kind-Besiehungen als Äußerungsform des weiblichen Kastrationskomplexes. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(1):104-109.

(1932). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(1):104-109

Die Mutter-Kind-Besiehungen als Äußerungsform des weiblichen Kastrationskomplexes

M. Wulff

Eine dreißigjährige schwer neurotische Patientin mit hysterischen, zwangsneurotischen und depressiven Symptomen kommt eines Tages in die Behandlungsstunde mit der Klage, daß sie schon seit vierzehn Tagen an Uterusblutungen leide und dabei Schmerzen im Unterleib und Krämpfe habe, „als ob es eine Geburt wäre“. Außerdem hat sie seit derselben Zeit Übelkeit, einen Blutgeschmack im Munde und eine Empfindung, als ob sich im Rachen Häute, Schleim und Schaum ablösen. Die Patientin war verheiratet, lebt aber seit einem Jahre vom Manne getrennt. Seit dieser Zeit hatte sie keinen Sexualverkehr, die Menstruation war immer normal und regelmäßig, gynäkologisch war sie gesund und irgendwelche Blutungen ähnlicher Art hat sie nie gehabt. Aber der Blutgeschmack in Schlund und Rachen erinnerte sie gleich an Träume ähnlichen Inhalts, die sie vor einigen Jahren wiederholt gehabt hat.

Die Analyse dieser Träume führte sofort zu sehr peinlichen Erinnerungen an die schwerste Zeit ihres auch sonst an Leiden und Qualen sehr reichen Ehelebens, nämlich an die Zeit, als der Mann sie mit Lues infiziert hatte. Auf Anraten des Arztes gebrauchte der Mann damals beim Sexualverkehr Präservative und sie mußte ihm dabei behilflich sein. Das war ihr sehr ekelhaft, das ganze Eheleben eine Qual, besonders aber der Sexualverkehr; sie konnte nach der Infektion den Mann nicht mehr vertragen. Die „Häute“ der damaligen Träume und jetzigen Empfindungen erinnerten sie an die mit Sperma gefüllten Präservative.

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