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Hitschmann (1932). Österreich, T. K.: Das Mädchen aus der Fremde. Ein Fall von Störung der Persönlichkeit. W. Kohlhammer, Stuttgart, 1929. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(2):255.

(1932). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(2):255

Österreich, T. K.: Das Mädchen aus der Fremde. Ein Fall von Störung der Persönlichkeit. W. Kohlhammer, Stuttgart, 1929

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Hitschmann

Ein in Anstalten teils als debil geführtes, teils wegen Stimmenhören auf Schizophrenie verdächtiges, sexuell verwahrlostes Mädchen wurde eines Tages in Stuttgart aufgegriffen, verstört und unverständlich sprechend. Die Polizei zog einen Kaufmann, der von orientalischer Herkunft und orientinteressiert war, bei, und auch eine rumänische Fürstin nahm sich ihrer an. Man hielt die geborene Schweizerin lange für eine Asiatin und zerbrach sich den Kopf über ihre Sprache. Hübsch und gut gekleidet, fand sie viel Interesse bei Herren und Damen. Verängstigt, alles um sie Gesagte, Vermutete und Geschehene zu ihren Gunsten benützend, pseudologisch-phantastisch redend, schlafsüchtig, depersonalisiert, Stimmen hörend, seit der Kindheit den Wunsch, ein Heidenmädchen zu sein, favorisierend — stellt sie dann tatsächlich ein „orientalisches Heidenmädchen“, das kein Deutsch versteht, durch Monate täuschend dar, betreibt einen Buddhakult u. dgl. Es ist wie eine „zweite Persönlichkeit“, aber durchsichtiger, naiver als bei Helene Smith (Flournoy). Wie leichtgläubig die Laienbeobachter, der Kaufmann und die Fürstin, gewesen sind, ist sehr lehrreich. Eine Buddha-Statuette sah die Patientin zum erstenmal im Leben in der Wohnung des Kaufmannes, der ihr durch Suggestivfragen weiter half; ihr Einfühlungstalent war allerdings sehr groß.

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