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Schmideberg, M. (1932). Winnicott D. W.: Clinical Notes on Disorders in Childhood. (Practitioners Aid Series) London, Heinemann, 1931. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(3):405-406.

(1932). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(3):405-406

Winnicott D. W.: Clinical Notes on Disorders in Childhood. (Practitioners Aid Series) London, Heinemann, 1931

Review by:
M. Schmideberg

Lebhaft und plastisch geschrieben, durch ausgezeichnete Krankengeschichten illustriert, ist dieses Buch ein Vergnügen für den Leser. Fern von jedem Übermaß an Theorie und Systematik, ist es aus der Praxis für die Praxis geschrieben. Für uns ist es in doppelter Hinsicht bemerkenswert: Dem Analytiker bietet es eine Fülle von hochinteressantem Material, dem praktischen Arzt vermittelt es die psychoanalytischen Erkenntnisse in leichtfaßlicher Form, unter steten Hinweisen auf die Möglichkeiten der psychoanalytischen Therapie beim Kinde.

Die Kinder, die früher als „prätuberkulös“, „prärheumatisch“ usw. bezeichnet wurden, werden allmählich als nervös erkannt. Während aber, besonders in Amerika, die nervösen Schwierigkeiten immer durch das Verhalten der Umgebung erklärt werden, hat erst die Psychoanalyse gezeigt, daß das nervöse Kind aus inneren Ursachen heraus nervös ist, und daß seine Konflikte durch das Verhalten der Umgebung nur verringert oder gesteigert werden. Ein Kapitel des Buches ist der Masturbation, ein anderes der „Normalität und Angst“ gewidmet. Wichtig sind die differentialdiagnostischen Erörterungen zwischen organischen und psychogenen Symptomen. Der Autor führt neben den bekannten hysterischen Symptomen auch folgende Erscheinungen an, die psychogen bedingt sein können: Periodische Anfälle von Fieber, verspätetes Gehen- und Sprechenlernen, Debilität, vermehrter Harndrang, Urticaria. Therapeutisch, meint Winnicott, müsse der praktische Arzt sich damit begnügen, dem Kinde sowohl wie den Eltern ein Freund zu sein; wenn hierdurch sowie durch harmlose Medizinen u. ä. ein neurotisches Symptom nicht beseitigt werden kann, so sei es am besten, die Eltern dazu zu bewegen, sich mit dem Symptom abzufinden. Gewaltsame Unterdrückung des Symptoms hält er für ebenso schädlich wie oberflächliche Analysen. Man befinde sich, wenn man keine Analyse machen könne, in der gleichen Lage wie zur Zeit, als man noch keine Laparatomien ausführen konnte, einer Appendicitis gegenüber.

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