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Holstijn, A.W. (1932). Die Oralerotik in der Paraphrenie: Tatsachen und Theorien. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(4):450-473.

(1932). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(4):450-473

Die Oralerotik in der Paraphrenie: Tatsachen und Theorien

A. J. Westerman Holstijn

I

1919 veröffentlichten Stärcke und van Ophuijsen ihre bekannte, an klinischen Beobachtungen gewonnene Auffassung, daß die Empfindung des Verfolgtwerdens in manchen Fällen paranoider Wahnbildung eine Verarbeitung von Sensationen sei, die im Rektum durch den Darminhalt verursacht werden. Diese Beobachtungen wurden von vielen anderen Autoren bestätigt. Leider gibt es trotzdem nur sehr wenige genügend ausführlich veröffentlichte Fälle. Aber sehr oft veröffentlichte man Äußerungen von solchen Patienten, die als Indizien für diesen Mechanismus angesprochen werden mußten. Damit das Vorkommen dieses Mechanismus in toto als bewiesen gelten kann, müssen wir aufzeigen können: 1) Engramme aus der Zeit der Reinlichkeitserziehung, die die Wirksamkeit einer auffallenden Analerotik anzeigen. 2) Eine Gleichsetzung von eigenem Körper und Skybalum. 3) Eine Gleichsetzung von Pflegeperson, bezw. Verfolger und Skybalum. 4) Eine Gleichsetzung des eigenen Körpers mit dem der Pflegeperson oder deren Ersatzpersonen (Verfolger). Ich selbst konnte einen Fall von seniler Paranoia ausführlich publizieren, bei dem alle diese Bedingungen erfüllt waren, und konnte sie auch zum weitaus größten Teil bei einer zweiten Patientin mit dementia paranoides aufzeigen. Wenn sich diese Charakteristika nur teilweise nachweisen lassen, werden wir den fraglichen Mechanismus auch nur als wahrscheinlich ansehen dürfen.

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