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Scnmideberg, M. (1932). Zur Psychoanalyse asozialer Kinder und Jugendlicher. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(4):474-527.

(1932). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(4):474-527

Zur Psychoanalyse asozialer Kinder und Jugendlicher

Melitta Scnmideberg

Es ist bisher noch nicht erörtert worden, ob die Bezeichnung „asozial“ als eine berechtigte klinische Diagnose zu betrachten sei oder ob ihr nur die Bedeutung einer Klassifizierung nach rein praktischen, das heißt symptomatischen Gesichtspunkten zukomme. Ich möchte auf diese Frage jedoch erst eingehen, nachdem ich das in den Analysen Asozialer gefundene Material dargelegt habe. Ich hatte Gelegenheit, sechs Patienten mit asozialem Charakter im Alter zwischen sechseinhalb und zwanzig Jahren zu analysieren, deren asoziales Verhalten sich in Aggression, Stehlen, Lügen, Verleumden, Heucheln, Herumtreiben, sexueller Schamlosigkeit und dem Gebrauch von obszönen Worten äußerte. Dieses Material ergänzt sich durch die Analyse analoger „Unarten“ bei neurotischen Kindern verschiedenen Alters.

Aggression. Der achteinhalbjährige Willy fiel durch seine hochgradige motorische Unruhe und einen unsympathischen Gesichtsausdruck auf. Er stahl alles, dessen er habhaft wurde, war sexuell schamlos und ungewöhnlich aggressiv. Er stieß z. B. einen andern Jungen so die Treppe hinunter, daß dieser ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Während der Behandlung kratzte er mir die Hände blutig, zerriß mein Kleid und beschädigte das Zimmer so arg, daß es renoviert werden mußte. Er war weder durch Freundlichkeit noch durch Strenge zu beeinflussen, und auch der Schule gelang es nicht, ihn zu disziplinieren. Er schien überhaupt keine moralischen Gefühle oder Liebe zu empfinden.

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