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Horney, K. (1933). Die Verleugnung der Vagina: Ein Beitrag zur Frage der spezifisch weiblichen Genitalängste. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 19(3):372-384.
    

(1933). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 19(3):372-384

Die Verleugnung der Vagina: Ein Beitrag zur Frage der spezifisch weiblichen Genitalängste

Karen Horney

Die Bemühungen Freuds um ein Verständnis der Besonderheit weiblicher Entwicklung haben — auf eine grundsätzliche Linie reduziert — zu dem Resultat geführt, daß die frühe Triebentwicklung des kleinen Mädchens gleichsinnig verlaufe wie diejenige des Knaben, sowohl hinsichtlich der erogenen Zonen — für beide Geschlechter spiele nur ein Genitale, das männliche, eine Rolle; die Vagina bleibe unentdeckt —, als auch hinsichtlich der ersten Objektwahl: für beide sei die Mutter das erste Liebesobjekt. Die dennoch bestehenden großen Unterschiede rührten daher, daß diesem Gleichgerichtetsein der Libido nicht die gleiche anatomisch-biologische Grundlage entspräche. Aus dieser Voraussetzung ergibt sich folgerichtig und unabweislich, daß das Mädchen sich für diese ihre phallisch orientierte Libidorichtung unzureichend ausgerüstet fühlt und den hierfür besser ausgestatteten Knaben beneiden muß. Zu den Konflikten mit der Mutter, die sie mit dem Knaben teilt, trete dann noch der entscheidende hinzu, daß sie die Mutter für ihre Penislosigkeit verantwortlich macht — entscheidend darum, weil eben dieser Vorwurf wesentlich sei für ihre Lösung von der Mutter und ihre Wendung zum Vater.

Mit einem glücklich gewählten Ausdruck bezeichnet daher Freud die Blütezeit der kindlichen Sexualität, die Zeit des kindlichen Genitalprimats für das Mädchen ebenso wie für den Knaben als die „phallische Phase“.

Ich könnte mir denken, daß ein der Analyse fernerstehender Wissenschaftler über diese Aufstellung hinwegliest als über eine der vielen befremdlichen Absonderlichkeiten, die die Analyse der Welt zu glauben zumutet.

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