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Meng, H. (1935). Nachtrag zum Nachruf auf Georg Groddeck. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 21(1):111.
    

(1935). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 21(1):111

NACHRUF

Nachtrag zum Nachruf auf Georg Groddeck

Heinrich Meng

Meine Annahme, daß Groddeck das Wort Es von Schweninger übernommen hat, trifft nicht zu. Es war sein eigener Fund. Vielleicht war der Grund meines Irrtums mitbedingt durch die Tatsache, daß Groddeck bei vielen Gesprächen immer wieder darauf hinwies, was er alles seinem Lehrer verdanke, dabei hatte ich nicht selten den Eindruck, als ob Groddeck nur verschämt von seinem eigenen Arzttum sprechen konnte oder sich zu bescheiden im Hintergrund hielt.

Aus einem Brief, den Freud 1922 an Groddeck schrieb, sei folgendes wiedergegeben.

„Wien, Weihnachten 1922.

… Erinnern Sie sich übrigens, wie frühzeitig ich das Es von Ihnen übernommen habe.

Es war lange ehe ich Sie kennengelernt hatte, in einem meiner ersten Briefe (17. April 1921) an Sie, dort hatte ich eine Zeichnung eingeschaltet, die demnächst wenig verändert vor die Öffentlichkeit treten soll.

Ich denke, Sie haben das Es (literarisch nicht assoziativ) von Nietzsche hergenommen. Darf ich das auch so in meiner Schrift sagen.“

Baron Rüder, der langjährige Schüler Groddecks, schreibt mir dazu:

„Groddecks Es ist im höchsten Grade tätig (es lebt — mich); nicht leidend, wie Nietzsches Es (es wird — gelebt). Der Vorläufer von Groddecks Es ist kein anderer als „Gott-Natur“, wie er den mütterlichen Urgrund alles und unseres Seins nennt, aus dem wir niemals heraustreten. Dieser Ausdruck erschien erstmals als Titel des 1912 veröffentlichten Vortragsbuchs. — Zum Unterschied zum Es ist Gott-Natur literarisch entlehnt, und zwar von Goethe, wie Groddeck selbst sagt.“

Heinrich Meng, Basel.

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