Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To turn on (or off) thumbnails in the list of videos….

PEP-Web Tip of the Day

To visualize a snapshot of a Video in PEP Web, simply turn on the Preview feature located above the results list of the Videos Section.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Meng, H. (1935). BENJAMIN, ERICH: Die Krankheit der Zivilisation. 75 S. Verlag Rudolf Müller & Steinicke, München 2 SW. 1934.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 21(3):446-447.
    

(1935). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 21(3):446-447

REFERATE: Aus der psychiatrisch-neurologischen Literatur

BENJAMIN, ERICH: Die Krankheit der Zivilisation. 75 S. Verlag Rudolf Müller & Steinicke, München 2 SW. 1934.

Review by:
H. Meng

Benjamin sieht in der Schwererziehbarkeit des Kindes eines der sinnfälligsten Symptome der Zivilisationskrankheit, verwandt dem Symptom Kinderlosigkeit, Ehezerfall u. ä. Er führt die individuell und sozial bedingte Schwererziehbarkeit auf Schädigungen in der Frühkindheit zurück, ihre Hauptquelle sei falsches Verhalten des Erwachsenen und die seelische Komplikation des Kulturkindes mit dem primitiven Menschen in ihm. Der Autor zieht historische Parallelen zwischen Rom in den Jahrhunderten vor und nach Christi Geburt und dem Heute. Er sieht den Weg zur Vorbeugung der Zivilisationskrankheit in der Sanierung der Familie, vor allem in der Früherziehung des Kindes in Familie, Krippe und Kindergarten bei geeigneten selbsterzogenen Erwachsenen. Er fordert für seelisch kranke und abnorme Kinder psychotherapeutisch durchgebildete Ärzte, ohne dabei allzu große Hoffnung auf sie zu setzen, er meint, daß es „uns Ärzten nicht beschieden ist, bis zu den Quellen des Unheils vorzudringen“.

Der Autor erkennt zwar, wie auch in frühern Publikationen, einzelne Verdienste Freuds für die seelische Hygiene an, aber er steht zu Freud in grundsätzlichen Auffassungen der Entwicklungsgeschichte des Kindes in Widerspruch. Er wirft ihm vor, daß er keine Gelegenheit gehabt hätte, durch persönliche Anschauung das Kind genauer kennenzulernen, und daß er durch die Rückerinnerung seiner erwachsenen Patienten ein verzerrtes, unvollständiges, unwahres oder halbwahres Bild gewonnen hätte.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2021, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.