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Bálint, M. (1936). Eros und Aphrodite. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 22(4):453-465.
    

(1936). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 22(4):453-465

Eros und Aphrodite

Michael Bálint

Das klassische Altertum hat die Herrschaft über die Liebe zwei Gottheiten anvertraut, welche keine Doubletten, sondern zwei im Wesen verschiedene Gestalten sind. Die eine, Aphrodite, gehört wahrscheinlich zu der Gruppe Istar — Astarte — Isis, ist also ursprünglich eine Muttergöttin. In der entwickelten Form der klassischen Zeit wird sie aber als eine junge, bezaubernd schöne Frau dargestellt, die stets Liebe entfacht und auch selber meistens verliebt ist. Sie hat mit der Moral nichts zu tun, hat viele Liebhaber, wie Adonis, Anchises, und auch einige Gatten, wie Hephaistos, Ares, Hermes. Sie lebt zweifellos ein reifes sexuelles Leben; zwar nicht immer mit demselben Partner, wenn sie aber jemanden liebt, dann geht sie in dieser Liebe auf. Die andere Liebesgottheit ist Eros. Ein mächtiger Gott und doch ein Kind, spitzbübisch, nichtsnutzig, frech, ein Schelm. Die Ethnologen werden natürlich nachweisen, daß er eigentlich den Penis symbolisiert, aber das soll uns jetzt nicht stören. Für uns wird es wichtig sein, daß Eros nie als Mann gedacht wurde; er ist zwar ein ständiger Begleiter der Aphrodite, jedoch nie ihr Partner. Er spielt nur, doch spielend löst er die schwersten Aufgaben. Ein Kind, das aber mächtiger ist als die großen Götter: eine beliebte Darstellung ist der Triumphzug des Eros, in dem Zeus selbst lächelnd, aber in Ketten geschlagen dem Triumphwagen nachfolgen muß; eine andere zeigt, wie die Eroten mit den Insignien der höchsten Götter spielen oder wilde Bestien zähmen usw.

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