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Fenichel, O. (1939). BOSE, G.: The Duration of Coitus. Int. Journal of PsA., XVIII, 2/3.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(1-2):200.

(1939). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(1-2):200

BOSE, G.: The Duration of Coitus. Int. Journal of PsA., XVIII, 2/3.

Review by:
O. Fenichel

An klinischem Material und durch zwingende Überlegungen wird dargetan, daß eine lange Dauer des Koitus, d. h. eine Hinauszögerung des Orgasmus, keineswegs ein Zeichen von Potenz und Gesundheit, sondern das einer Potenz-, bezw. Befriedigungs störung, neurotischer Natur ist. Bei mehreren Männern, die mit diesen Störungen behaftet waren, erwies sich, daß unbewußte Homosexualität der Hauptgrund war, dessen Aufdeckung Heilung brachte. Die zur Schau getragene Übermännlichkeit sollte nur die verdrängte Weiblichkeit überkompensieren, die dennoch verschiedentlich aus der Verdrängung wiederkehrte, z. B. indem die Zurückhaltung des Samens einem unbewußten Wunsch entsprach, Samen zu erhalten. Obwohl Bose besonders betont, daß die erogenen Sensationen von diesen scheinbar überpotenten Männern gar nicht oder nur schwach perzipiert werden (er spricht von einer „totalen Verdrängung der Autoerotik”), geht er auf die Bedeutung der Angst vor einem Erleben solcher Sensationen, auf die Folgen der Befriedigungsstörung und überhaupt auf die analen und oralen Faktoren nicht oder kaum ein, indem er nur die der Bisexualitat entsprechende „feminine Haltung” des Mannes verantwortlich macht, deren Verdrängung behoben werden müsse. Bei Frauen gibt es eine entsprechende Störung in Form eines zu langen Zeitablaufs vor Eintritt des Orgasmus; aber es gibt auch häufig ein entgegengesetztes Bild, mehrere bis zahlreiche „Orgasmen” während eines einzigen Aktes; auch das ist nicht Gesundheit, sondern „orgastische Impotenz”, da keine der vielen Auslösungen die Intensität eines wirklich befriedigenden Orgasmus erreicht. In Analogie zu den männlichen Fällen ist hier die verdrängte Männlichkeit der Frauen schuld. Als normale Dauer des Koitus gibt B. 1 ½—5 Minuten an. B. zitiert ferner die Ratschläge alter indischer Liebeslehren für den Fall, daß die beiden Partner ungleiche Zeiten benötigen, um zum Orgasmus zu gelangen, und schließt sich ihnen an.

O.

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