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Eideiberg, L. (1939). Die Wirkungen der Erziehungsgebote. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(3):281-291.

(1939). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(3):281-291

Die Wirkungen der Erziehungsgebote

Ludwig Eideiberg

In meiner Arbeit „Das Verbotene lockt“ habe ich die Wirkungen der Verbote, die das Kind im Laufe der Erziehung erhält, diskutiert und gezeigt, daß sie zwei verschiedene Phänomene erzeugen: a. Triebstauung, b. narzißtische Kränkung. Als Folge dieser Erziehungsmaßnahmen versucht das Kind dann Triebstauung und narzißtische Kränkung durch eine Handlung an einem Objekte zu bewältigen. Ich meinte, daß diese Koppelung, die genetisch auf die Wirkung der Verbote beim Kinde zurückgeht, beim Normalen während der Entwicklung gelöst wird und dieser dann fähig wird, Handlungen, die der Gewinnung von Trieblust dienen, von jenen, die die Bewältigung der narzißtischen Kränkung anstreben, zu trennen. Anders der Neurotiker: aus Gründen, die ich in der oben genannten Arbeit aufgezählt habe, hält er an der gleichzeitigen Erreichung beider Ziele fest.

Die folgende Untersuchung beabsichtigt, eine andere Art des Eingreifens der Außenwelt in das Leben des Kindes zu beschreiben. Wir wissen, daß jedem Kinde neben Verboten auch Gebote erteilt werden, und wollen ihre Wirkung beschreiben. Als Gebote bezeichnen wir jene Maßnahmen der Erziehungspersonen, die beim Kinde eine Triebbefriedigung setzen und gleichzeitig eine narzißtische Kränkung auslösen.

Zunächst ein prinzipieller Einwand: Haben wir das Recht, aus der verwirrenden Vielheit erzieherischer Maßnahmen gerade zwei Vorgänge, die Verbote und Gebote, scharf zu isolieren und einander gegenüber zu stellen? Wohl unterscheidet der Sprachgebrauch des Alltages Verbote und Gebote, aber ist diese herkömmliche Unterscheidung eine genügende Legitimierung unserer Formulierungen? Ist nicht jedes Gebot, das eine Triebbefriedigung setzt, auch gleichzeitig ein Verbot, indem es eine andere, vielleicht nicht sichtbare, aber trotzdem nicht zu vernachlässigende Triebbefriedigung unterbricht? Versuchen wir die Beantwortung dieser Einwände an einem Beispiele.

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