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Grotjahn, M. (1939). SZONDI, L.: Analysis of Marriages. An attempt at a theory of choice in love’ Martinus Nijhoff, The Hague, 1937.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(3):342.

(1939). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(3):342

SZONDI, L.: Analysis of Marriages. An attempt at a theory of choice in love’ Martinus Nijhoff, The Hague, 1937.

Review by:
M. Grotjahn

Eine Zusammenarbeit zwischen Erbwissenschaft und Psychoanalyse ist sicherlich vielversprechend und eine Anwendung des analytischen Begriffes von der Identifizierung hätte manchen Trugschluß in der Erbwissenschaft vermieden. Aber es ist nicht zulässig, analytische Terminologie in einer Weise anzuwenden, wie das der Verfasser tut, wenn er rezessive Gene ernstgemeint “verdrängtes” Gen nennt. Das rezessive Gen ist vom dominanten Gen unterdrückt, “verdrängt“, ihm bleibt nun keine andere Möglichkeit, als sich im Unbewußten und damit auch in der Schicksalgestaltung auszuwirken. Als erste von weiteren geplanten Untersuchungen, die das Wirken von bisher unbekannten Schicksatsgewalten aufdecken sollen, wird die Liebeswahl, das Motiv der Heirat, untersucht. “Es gibt keine andere Liebe, als Liebe der verwandten Gene.” Die “verdrängten Genfaktoren dürfen als die natürlichen biologischen Heiratsvermittler betrachtet werden.” Die Beweisführung mit Hilfe von Stammbäumen, die schweigend alles ertragen, ist grundsätzlich unzureichend.

M.

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