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Fenichel, O. (1939). ALEXANDER, FRANZ: Remarks about the Relation of Inferiority Feelings to Guilt Feelings. Int. Journal of PsA., XIX/1.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(3):344-345.

(1939). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(3):344-345

REFERATE: Psychoanalyse

ALEXANDER, FRANZ: Remarks about the Relation of Inferiority Feelings to Guilt Feelings. Int. Journal of PsA., XIX/1.

Review by:
O. Fenichel

Obgleich sowohl Minderwertigkeitsgefühle als auch Schuldgefühle aus einer Spannung zwischen Ich-Ideal und Aktual-Ich entstehen, sind sie in anderen Hinsichten entgegengesetzt, — Alexander meint, wie sympathisches und parasympathisches Nervensystem oder wie Strecker und Beuger. Schuldgefühl nämlich bedeute immer Straferwartung, Angst vor der (rächenden) Aggression des anderen, — und bewirke deshalb in erster Linie eine Hemmung der eigenen Aggressivität, die ja als ungerechtfertigt empfunden ist, und um dererwillen das bevorstehende Übel erwartet wird. (Nur wenn eine Projektion des Schuldgefühls dazu komme, könne sekundär auch eine Verstärkung der eigenen Aggressivität entstehen.) Minderwertigkeitsgefühle dagegen haben auf die eigene Aggressivität eine stimulierende Wirkung. Das Gefühl der eigenen Insuffizienz, das hier mit der Frage nach “Gerechtigkeit” nichts zu tun habe, werde am besten überwunden, wenn man sich selbst beweise, daß man stark sei, sich rächen könne u. dgl. — Seien Schuldgefühle, die die Aggressivität einschränken, und Minderwertigkeitsgefühle, die sie erhöhen, gleichzeitig vorhanden, so entstehen daraus Konflikte. So gebe es oft den Zirkel: Schuldgefühl führe zur Unterdrückung der Aktivität; das kränke den Narzißmus und erzeuge Minderwertigkeitsgefühle; diese führen zu Taten, oft krimineller Natur; diese erzeugen wieder Schuldgefühl; und so fort.

Die Minderwertigkeitsgefühle seien älter als die Schuldgefühle, die erst mit der Ausbildung des Über-Ichs entstehen; sie gehen auf den Urkonflikt zwischen dem Wunsch, groß und selbständig zu sein, und der regressiven Sehnsucht nach Umsorgtsein zurück. Mögen solche Konflikte in unserer auf Konkurrenz aufgebauten Gesellschaft besonders gezüchtet werden, — sie müssen an sich, meint Alexander, in jeder Gesellschaft bestehen. Er glaubt ihren universalen Charakter durch den Hinweis darauf beweisen zu können, daß auch ein am Chicagoer Institut von Dr. Saul analysierter chinesischer Student Konflikte zwischen ehrgeiziger Konkurrenzbereitschaft und rezeptiver Sehnsucht nach Abhängigkeit zeigte.

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