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Fenichel, O. (1939). SCHMIDEBERG, MELITTA: The Mode of Operation of Psychoanalytic Therapy. Int. Journal of PsA., XIX/3.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(3):353-354.

(1939). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(3):353-354

SCHMIDEBERG, MELITTA: The Mode of Operation of Psychoanalytic Therapy. Int. Journal of PsA., XIX/3.

Review by:
O. Fenichel

Melitta Schmideberg legt uns eine theoretische Untersuchung über die therapeutische Wirksamkeit der Analyse vor, die das Marienbader Symposion über das gleiche Thema noch nicht berücksichtigen konnte. — Die besondere Natur der Behandlung von Übertragung und Widerstand in der Analyse — im Gegensatz zu anderen Psychotherapien — wird dargestellt. Als Hilfskraft, die die Bemühungen des Analytikers, den Patienten zum freien Assoziieren zu bewegen, unterstützt, komme nicht nur der Druck des Verdrängten zur Motilität hin in Betracht, sondern auch „der Wunsch, etwas Gutes den Leuten zu geben, die man liebt“, die „Wiedergutmachungs-Tendenz“. — Das Über-Ich, das die Verdrängung verlangt, setze aber dem freien Assoziieren Grenzen, die nur mit Hilfe der Deutungen überschritten werden können. Diese machen den Widerstandsaufwand überflüssig und unterstützen so die natürliche Tendenz zur „Synthese“. Normalerweise erfolge das Bewußtmachen des Unbewußten durch die Deutung mit Hilfe der Zwischenschaltung vorbewußter Vorstellungen — etwas, was wir „Konfrontierung des Ichs mit den bisher unbewußten Inhalten” nennen würden —; Schmideberg meint aber, daß es gelegentlich auch ohne solche Vermittlung gehe: „Die Affekte bilden ein direktes Verbindungsglied zwischen Bewußtsein und Unbewußtem, und die Symbolik ein anderes.

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