Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To sort articles by author…

PEP-Web Tip of the Day

While performing a search, you can sort the articles by Author in the Search section. This will rearrange the results of your search alphabetically according to the author’s surname. This feature is useful to quickly locate the work of a specific author.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Bälint, M. (1939). Ichstärke, Ichpädagogik und „Lernen”. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(4):417-427.
    

(1939). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(4):417-427

Ichstärke, Ichpädagogik und „Lernen”

Michael Bälint

Seit Freuds Berliner Kongreßvortrag („Das Ich und das Es”), also seit 16 Jahren, ist die Vorstellung von der Schwäche des Ichs allgemein verbreitet. Es ist seltsam, daß dies so schnell, so kampflos geschehen konnte; versuchte doch eine der ältesten, eigentlich nie widersprochenen Formulierungen der Psychoanalyse, die Entstehung aller psychoneurotischen Symptome aus dem Kampfe der Sexualtriebe und der Ichinteressen abzuleiten. Wenn das Ich schwach ist, wie kann es denn seine Interessen so energisch vertreten, daß es zu einem dauernden Kompromiß, zu einem ständigen Symptom kommen mußte? Diese und ähnliche Fragen wurden aber nicht gestellt. Die Theorie ging einen anderen Weg; sie hielt an der Annahme des schwachen Ichs fest und übertrieb sie sogar. Die Ichinteressen verschwanden aus den theoretischen Betrachtungen beinahe vollkommen, ihren Platz nahmen die verschiedenen Forderungen ein, u. zw. die Forderungen des Es, der Umwelt, des Überichs. Das Ich hatte fast keine Eigeninteressen mehr; man sprach nur von Abhängigkeiten und Aufgaben, denen es zu entsprechen hatte. Die Folge dieser theoretischen Einstellung zeigt sich am besten in den Sachregistern, weil die bewußte sekundäre Bearbeitung auf sie weniger achtet als auf den Text; in allen, die seit 1930 erschienen sind, fehlen die Schlagwörter „Ichinteressen” und „Ichstärke” vollkommen. Dies ist umso merkwürdiger, als Freud schon 1926 in „Hemmung, Symptom und Angst”, 3 Jahre nach dem Erscheinen von „Das Ich und das Es”, uns mahnte, nicht zu vergessen, daß das Ich auch stark sein kann.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.