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Fenichel, O. (1939). SCHMIDEBERG, MELITTA: After the Analysis. PsA. Quarterly, VII/1.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(4):480-481.

(1939). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(4):480-481

SCHMIDEBERG, MELITTA: After the Analysis. PsA. Quarterly, VII/1.

Review by:
O. Fenichel

Verf. greift die vor längerer Zeit von Nunberg ausgeführte Tatsache auf, daß viele Patienten sich unter „Heilung durch Analyse” etwas Irrationales vorstellen und daß ein so determinierter Genesungswunsch zwar die Analyse eine gewisse Zeit lang fördern kann, schließlich aber zum Widerstand werden und durch die Analyse unschädlich gemacht werden muß. Besonders häufig seien Illusionen über die Glückseligkeit des „Voll-Analysiertseins” und überhaupt magische Heilerwartungen. Sie sind Fortsetzungen der Phantasien, die man sich als Kind über die Glückseligkeit des Erwachsenseins gemacht hatte. Solche Patienten sind immer unglückliche Menschen, die, weil sie sich aktuell unglücklich fühlen, alles Glück von der Zukunft erhoffen. Daher gehören auch die „Alles-oder-Nichts-Patienten”, die keine Besserung, sondern nur „volle Heilung” wollen. „Kranksein” und „Gesundsein” hat für sie unbewußt verschiedene bestimmte Bedeutungen. — Es gibt auch Patienten, die aus Widerstand für die Analyse enthusiasmiert und aus der Analyse eine Religion zu machen bestrebt sind. Entsprechend versuchen sie auch, die Analyse durch buchstäbliche Einhaltung analytischer Zeremonielle zu ersetzen. Sie müssen sich immer als krank und unglücklich darstellen, um ihr wirkliches Unglücklichsein durch Übertreibung abzuwehren.

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