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Katan, M. (1940). Die Rolle des Wortes in der Schizophrenie und Manie. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 25(2):138-173.

(1940). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 25(2):138-173

Die Rolle des Wortes in der Schizophrenie und Manie

M. Katan

Es gibt in der Psychopathologie zwei Zustände, in denen die Bedeutung des Wortes in besonderer Weise hervortritt: jene Fälle von Schizophrenie, bei denen die Sprache von der Krankheit mitergriffen wurde, und die manischen Erkrankungen. Man kann mit gutem Recht von beiden Zuständen behaupten, dass das Studium dieser Überbedeutung des Wortes bis in ihre zentralen Probleme hineinführt. Es ist darum verlockend, die Störungen der Sprache in beiden Zustandsbildern miteinander zu vergleichen. Der erste Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit dem ersten Teil dieser Aufgabe, nämlich mit der Betrachtung der schizophrenen Sprachänderungen.

Wir beginnen unsere Untersuchung am besten mit den ersten Anzeichen schizophrener Sprachänderung; wir wissen, dass diese gewöhnlich sehr bald von sekundären Bearbeitungen gefolgt und dann für unser Verständnis fast undurchdringlich werden.

Fall I. Ein 28jähriger Mann steht sein Leben lang unter dem Einfluss seines um 2 Jahre älteren Bruders und muss in allem dessen Befehlen folgen. Der Patient hat Angst vor diesem Bruder, die oft schon bei blosser Annäherung ausbricht. Eines Tages fasst der Bruder den Plan zu einem komplizierten Betrug. Patient sollte sich zwecks Abschluss einer Arbeitsversicherung vom Arzt untersuchen lassen und einer von beiden Brüdern—es war nie ganz klar welcher—sollte sich dann in einer fremden Stadt einen Finger abhacken und auf diese Weise die Versicherungssumme herauslocken. Es kommt nicht zur Ausführung des Planes, weil unser Patient aus Angst seine Mitwirkung zurückzieht. Einige Zeit danach (5Monate vor Einlieferung in die Anstalt) bekommt er einen Anfall von Ohrensausen und Ohrenpfeifen. Er wird auf die Ohrenklinik aufgenommen, der Anfall wiederholt sich nach Ablauf von zwei Wochen. Gleichzeitig mit diesen Anfällen geht eine Veränderung mit ihm vor. Er fängt an, über sich nachzudenken, bemerkt, wie die Leute sich von ihm zurückziehen, Kinder ihn beschimpfen, wie an die Fenster seines Hauses geklopft wird u.s.w. Er beginnt zu glauben, dass hinter all dem sein Bruder steckt, der die Leute gegen ihn aufhetzt.

Es ist wichtig zu wissen, dass dieser Bruder eine angeborene Missbildung des Gliedes hatte, die erst vor anderthalb Jahren durch Operation behoben wurde.

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