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Fenichel, O. (1941). GILLESPIE: W. H. A Contribution to the Study of Fetishism. International Journal of Psycho-Analysis, XXI 4.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 26(3-4):326.

(1941). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 26(3-4):326

GILLESPIE: W. H. A Contribution to the Study of Fetishism. International Journal of Psycho-Analysis, XXI 4.

Review by:
O. Fenichel

Freud hat klargestellt, dass der Fetisch den Penis der Mutter bedeutet, dass also der Fetischismus prinzipiell — wie jede Perversion — eine Auseinandersetzung mit dem Kastrationskomplex darstellt; er ist also ein Versuch, den Eindruck zu widerlegen, dass sexuelle Betätigung mit der Gefahr der Kastration verbunden ist. Diese Theorie schliesst gewiss nicht aus, dass sowohl die spezielle Form der Kastrationsangst, als auch die Art, wie diese widerlegt wird, in früheren Lebenszeiten, in der prägenitalen Vorgeschichte des Kastrationskomplexes, determiniert seien. Die Bedeutung prägenitaler Faktoren für den Fetischismus wurde auch bereits von verschiedenen Autoren betont.

Gillespie stellt sich als Problem: „Ist der Fetisch, ein Produkt der Kastrationsangst, das fast ausschliesslich mit der phallischen Phase in Zusammenhang gebracht werden muss, dazu bestimmt, die Existenz eines weiblichen Penis zu behaupten; oder kommt seine wesentliche dynamische Kraft tatsächlich von viel primitiveren Schichten, die zweifellos zur Entstehung der endgültigen Form des Fetisch beitragen?“ Und auch er kommt nach ausführlicher Mitteilung und Diskussion einer interessanten Kranken geschichte eines Uniform-Fetischisten zu dem Resultat, dass das Entweder-Oder in seiner Fragestellung falsch war: „Fetischismus ist das Ergebnis von Kastrationsangst, aber einer sehr speziellen Form von Kastrationsangst, die durch eine starke Beimischung von oralen und analen Zügen hervorgebracht wurde.“ — In dem betreffenden Falle lag die prägenitale Bedeutung des Fetisch — meint Gillespie — vor allem darin, dass der Fetisch dazu diente, das „introjizierte“ Liebesobjekt vor den Gefahren des eigenen Sadismus zu beschützen.

O.

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