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Horkheimer, M. (1968). DIE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DER SOZIOLOGIE UND DER PSYCHOANALYSE AUS DER SICHT DER SOZIOLOGIE. Jahrb. Psychoanal., 5:9-19.
    

(1968). Jahrbuch der Psychoanalyse, 5:9-19

DIE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DER SOZIOLOGIE UND DER PSYCHOANALYSE AUS DER SICHT DER SOZIOLOGIE

Max Horkheimer

Soziologische Gedanken zur Psychoanalyse beginnen bei der Beziehung des Arztes zu dem, der sich ihm anvertraut. Aufs intensivste folgt der Analytiker den freien Reden und Zusammenhängen, veranlaßt den Patienten, an manchen Stellen auf Einzelheiten weiter einzugehen, greift auf früher schon Geäußertes behutsam zurück. Das galt zumindest bis in die zwanziger Jahre, weitgehend heute noch. Läßt ein größerer Ernst sich denken, mit dem Einzelnen und seiner seelischen Verfassung sich zu beschäftigen, als solche Hingabe an jede Bekundung? Eben darin liegt, nach meiner Ansicht, ein recht wichtiges soziologisches Faktum in einer Welt, in der die Individualität auf Grund der offenkundigen Tendenzen der Gesellschaft im Rückgang sich befindet. Die Behandlung des einzelnen Menschen geht auf die feinste Nuance ein, und das Wissen um die Person bleibt stets gegenwärtig. Jedes Datum wird im Hinblick auf den Menschen als ganzen wahrgenommen und umgekehrt der Mensch als ganzer im Hinblick auf seine differenziertesten Äußerungen. Das analytische Verfahren ist, in gewisser Weise, ein Symbol der Überwindung der unaufhaltsamen Spezialisierung, die der studierenden Jugend so viel zu schaffen macht - als Moment der allgemeinen Sinnentleerung der Wissenschaft, ja des Lebens überhaupt.

Wenn jedoch die Analyse in ihrer Methode und ihrer Theorie vom Positiven der bürgerlichen Welt Entscheidendes in sich bewahrt, so kündigt, nicht weniger unverkennbar, die Veränderung der Gesellschaft in ihr sich an. Ihre therapeutische Intention war seit je schon im Sinne der im Werden begriffenen sozialen Realität bestimmt. Die spezifischen Strukturen der Gedanken und Gefühle des Patienten werden unter feste Kategorien subsummiert.

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