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Tip: To review the glossary of psychoanalytic concepts…

PEP-Web Tip of the Day

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Eissler, K.R. (1974). Gedenkrede zur 30. Wiederkehr von Sigmund Freuds Todestag. Jahrb. Psychoanal., 7:23-75.

(1974). Jahrbuch der Psychoanalyse, 7:23-75

Gedenkrede zur 30. Wiederkehr von Sigmund Freuds Todestag

Kurt R. Eissler

Meine Damen und Herren! Der weite Weg von den Vereinigten Staaten und die Feierlichkeit des Anlasses, der mich zu Ihnen führt, mögen es entschuldigen und rechtfertigen, wenn ich die Redezeit über das durch die Konvention gebilligte Mass hinaus verlängere. Als mir die Aufforderung zuging, am 23. September vor Ihnen zu erscheinen, war ich über die Wahl des Themas in Verlegenheit. Ein Thema bot sich wie von selbst an: ein Vergleich zwischen der Welt, die FREUD verliess, und derjenigen, die uns heute nach dreissig Jahren gegenübersteht. Schwerlich werden drei Jahrzehnte gefunden werden, in denen fast alle Aspekte der okzidentalen Welt, ja der ganzen Welt, gleich intensiven und extensiven Abänderungen unterworfen waren. Ich verweise bloss auf die erstaunliche Tatsache, dass in diesen drei Jahrzehnten fünfzig neue Nationen erstanden. Markanter als diese historische Tatsache wäre wohl der Hinweis auf einen Prozess, der die Schwächung der Idealbildung im okzidentalen Kulturkreis genannt werden darf: die erschütternde Tatsache, dass die einzelnen Kulturträger infolge historischer Katastrophen, die sich in diesen drei Jahrzehnten ereigneten, nicht mehr mit derselben Überzeugung an die Gültigkeit ihrer Ideale zu glauben vermögen. Es ist eine Zeit allgemeiner Skepsis geworden. Nicht nur hat der Rückgang in der religiösen Idealbildung, der schon im 19. Jahrhundert einsetzte, unvorhergesehene Fortschritte gemacht, jetzt mehren sich auch die Stimmen, die angesichts der erschreckenden Nebenwirkungen der Wissenschaft ernstlich den Wert der Wissenschaft in Frage stellen, während 1939, als FREUD starb, die wissenschaftliche Welt solchen Zweifeln kaum zu begegnen hatte.

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