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Tip: To see Abram’s analysis of Winnicott’s theories…

PEP-Web Tip of the Day

In-depth analysis of Winnicott’s psychoanalytic theorization was conducted by Jan Abrams in her work The Language of Winnicott. You can access it directly by clicking here.

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Britton, R. (1995). Wirklichkeit und Unwirklichkeit in Phantasie und Dichtung. Jahrb. Psychoanal., 35:9-33.

(1995). Jahrbuch der Psychoanalyse, 35:9-33

Theoretische Beiträge

Wirklichkeit und Unwirklichkeit in Phantasie und Dichtung

Dr. Ronald Britton

Einführung

Freud schrieb „Der Dichter und das Phantasieren“ im Jahre 1908. Zuvor hatte er bereits einen Bereich entdeckt, in dem das Lustprinzip, das im Alltagsleben dem Realitätsprinzip unterworfen ist, frei operieren konnte: in Träumen und Symptomen. In dieser Arbeit ergänzte er dies nun um das kindliche Spiel, die Phantasie und die Dichtung. „Der Dichter tut nun dasselbe wie das spielende Kind; er erschafft eine Phantasiewelt, die er sehr ernst nimmt, d. h. mit großen Affektbeträgen ausstattet, während er sie von der Wirklichkeit scharf sondert.“ (1908e, 214)

Was ich in Freuds Arbeit vermisse, ist eine Differenzierung zwischen der Wahrheit-suchenden und der Wahrheit-umgehenden Funktion des Schreibens, zwischen ernsthaftem, schöpferischem Schreiben und eskapistischer, eine unwirkliche Welt vorgaukelnder Literatur. Wenn wir das Konzept der Phantasie erweitern, können wir, denke ich, behaupten, daß einige Phantasien Ausdruck psychischer Realität sind, während andere dazu da sind, sie durch die Schaffung psychischer Unwirklichkeit abzuwehren: damit hätten wir eine Basis für die Unterscheidung zwischen grundsätzlich wahrhaftigem Schreiben und der Intention nach unwahrhaftigem Schreiben.

Diese weitreichende Auffassung von Phantasie, ist, wenn auch nicht explizit, meines Erachtens in Freuds eigener Auffassung enthalten. Er schrieb, „wie die Träume basieren sie zum guten Teil auf den Eindrücken infantiler Erlebnisse“ (Freud 1900a, 496), und „wie es aber bewußte

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* 3. Karl-Abraham-Vorlesung des Berliner Psychoanalytischen Institutes Karl-Abraham-Institut am 7. Mai 1995 in der Kaiserin-Friedrich-Stiftung, Berlin.

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