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Laplanche, J. (1997). Ziele des psychoanalytischen Prozesses. Jahrb. Psychoanal., 39:93-113.
    

(1997). Jahrbuch der Psychoanalyse, 39:93-113

Theoretischer Beitrag

Ziele des psychoanalytischen Prozesses

Jean Laplanche

Der für diese Herbsttagung gewählte Titel zeugt von großer Scharfsichtigkeit. Er ermöglicht es uns, schon zu Beginn eine wesentliche Unterscheidung aufzustellen zwischen den Zielen, die man der Analyse sozusagen von außen zuweisen möchte, und denen, die sich vom Prozeß selbst ableiten. Diese Unterscheidung ist umso wichtiger, als sie heutzutage mehr und mehr verdunkelt wird.

Da die Psychoanalyse andauernd in bezug auf ihre Ergebnisse angezweifelt wird, kann sie nicht eher ruhen, als bis sie sich mit anderen - psychologischen oder nicht psychologischen - Techniken hinsichtlich ihrer Wirksamkeit, was man auch ihre „Zielgerechtheit“ nennen möchte, gemessen wird.

Erinnern wir uns an die platonischen und vor allem aristotelischen Definitionen, die in diesem Punkt keineswegs veraltet sind: das technische, fachliche Wissen bestimmt sich darüber, daß es seine Mittel und Regeln der Erreichung eines präzisen, allerdings von außen vorgegebenen Ziels unterordnet. Die Herstellung eines Schuhs, der Bau eines Schiffes oder eines Tempels folgt sicherlich den „Regeln der Kunst“, die ihrerseits durch die Naturwissenschaft aufgestellt werden, doch entscheidet nicht der Architekt, wo der Tempel hingebaut, welcher Gottheit er geweiht wird und von wem die notwendigen Gelder erbracht werden.

Die Aktualität dieser Frage veranlaßt uns, ein wenig bei dieser Situation zu verweilen, in der der Analytiker als ein Fachmann zu betrachten wäre, an den man sich mit einer bestimmten, dem Prozeß selbst äußerlichen Zielvorgabe richtet. Freud hat diese Möglichkeit in seinen Kommentaren zu seinem „Fall von weiblicher Homosexualität“ beschrieben. Die Patientin wird von ihrem Vater zu Freud geschickt, in der Hoffnung, daß er sie von ihrer Perversion befreien möge.

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