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O'Shaughnessy, E. (2003). Eine invasive projektive Identifizierung: Wie Patienten in Denken und Fühlen des Analytikers eindringen. Jahrb. Psychoanal., 46:9-28.

(2003). Jahrbuch der Psychoanalyse, 46:9-28

Schwerpunktthema Perverse Elemente in der Übertragung

Eine invasive projektive Identifizierung: Wie Patienten in Denken und Fühlen des Analytikers eindringen

Edna O'Shaughnessy

In der ersten Arbeit seines Buches Zur Psychoanalyse psychotischer Zustände schreibt Rosenfeld über eine Patientin:

Die zentrale Angst war jedoch eine Phantasie von dem verfolgenden Analytiker, der sich in sie hineinzwängte, um sie zu kontrollieren und zu berauben, nicht nur ihrer inneren Besitztümer, wie zum Beispiel ihrer Babys und Gefühle, sondern auch ihres eigentlichen Selbst (Rosenfeld 1965, 22).

Die aus den Phantasien des Patienten, in den Analytiker einzudringen, entstehende Angst, von einem eindringenden Analytiker verfolgt zu werden, ist ein Thema, das sich in allen Pionierarbeiten Rosenfelds aus den vierziger, fünfziger und sechziger Jahren findet. Rosenfeld beschreibt das gesamte Syndrom: Um den Analytiker fernzuhalten, ziehen Patienten sich zurück, widersprechen seinen Deutungen oder vermeiden es, über Themen zu sprechen, die das Interesse des

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* Edna O'Shaughnessy, Lehranalytikerin der Britischen Psychoanalytischen Gesellschaft (Zweig der IPV), arbeitet in eigener Praxis in London. Zahlreiche Veröffentlichungen, auf deutsch u.a. in Melanie Klein Heute (hg. von E. Bott Spillius, 1990 und 1991) sowie in Kann ein Lügner analysiert werden? (hg. von C. Frank und H. Weiß, 1998).

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