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Ebrecht-Laermann, A. Löchel, E. Nissen, B. Picht, J. (2016). Editorial. Jahrb. Psychoanal., 72:7-12.

(2016). Jahrbuch der Psychoanalyse, 72:7-12

Editorial

Angelika Ebrecht-Laermann, Elfriede Löchel, Bernd Nissen und Johannes Picht

Liebe. Liebe kann lieben. Liebe kann hassen. Liebe kann begehren. Liebe kann sich verzehren. Liebe kann enttäuscht werden. Liebe kann verletzen. Liebe kann regredieren. Liebe kann fixiert bleiben. Liebe kann pervertieren. Liebe kann sich übertragen. Liebe kann geschlechtlich-sexuell sein. Liebe kann platonisch (»paulinisch«, wie Freud auch sagt) sein. Liebe sucht Befriedigung. Love feels for the object (Hinshelwood). Liebe entwickelt sich. Liebe ist von Anbeginn da. Liebe kann in Libido aufgehen. Liebe kann formalisiert werden (L, H, K).

Liebe ist eine Tatsache, kann aber nur symbolisch umschrieben werden. Liebe ist die verbindungsstiftende, katalytische und transformierende Größe im Seelischen. Ohne Liebe entsteht kein Selbst, kann das Objekt nicht erkannt werden, gibt es keine Beziehung und keine Analyse.

Freud hat u. a. zwei wichtige Merkmale von Liebe für die analytische Arbeit brillant beschrieben: »Man hat kein Anrecht, der in der analytischen Behandlung zutage tretenden Verliebtheit den Charakter einer ›echten‹ Liebe abzustreiten« (1915a, 317). Er stellt klar, dass auch der Widerstand in der Übertragungsliebe daran nichts ändert; denn »der Widerstand hat diese Liebe doch nicht geschaffen, er findet sie vor, bedient sich ihrer« (317). Auch dass diese Liebe »aus Neuauflagen alter Züge besteht und infantile Reaktionen wiederholt« (317), ist kein Gegenargument; denn dies ist »der wesentliche Charakter jeder Verliebtheit« (317). Auf dieser Basis muss auch die zweite Bemerkung Freuds gelesen werden: »Niemals sind wir ungeschützter gegen das Leiden, als wenn wir lieben, niemals hilfloser unglücklich, als wenn wir das geliebte Objekt oder seine Liebe verloren haben« (1930a, 441). Mir ist keine Stelle in der Literatur bekannt, die dieses Leid und diesen Schmerz besser erfasst.

Gemessen an dieser Bedeutung wird der Liebe in der analytischen Literatur wenig Beachtung geschenkt. Doch nicht nur das.

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