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Ebrecht-Laermann, A. Nissen, B. Thußbas, C. Zeitzschel, U. (2018). Editorial. Jahrb. Psychoanal., 77:7-12.

(2018). Jahrbuch der Psychoanalyse, 77:7-12

Editorial

Angelika Ebrecht-Laermann, Bernd Nissen, Claudia Thußbas und Uta Zeitzschel

Edward O. Wilson, der Begründer der Soziobiologie, hat sein Lebenswerk dem Wechselspiel zwischen Evolution und sozialen Verhaltensweisen gewidmet. Beschäftigt haben ihn Ameisenvölker genauso wie der Mensch als Gruppenwesen. Seine wissenschaftlichen Anstrengungen galten dem letzten einer unwahrscheinlichen Kette von Meilensteinen in der Geschichte des Homo Sapiens, nämlich seiner Fähigkeit, in »in hohem Maße organisierten Gruppen« (Wilson 2016, 62) zusammen zu leben und zu arbeiten. Dieses Gruppenverhalten ist für Wilson im Rahmen der Evolutionstheorie ein eigenständiger, gleichrangiger Faktor neben der individuellen Selektion - eine These, für die er ebensoviel Zuspruch wie scharfe Kritik erfahren hat. Sie steht den triebtheoeretischen Annahmen der freudschen Psychoanalyse durchaus nahe. Für Wilson ist die Frage, warum sich höheres soziales Leben entwickelt hat und welche Antriebskräfte dafür verantwortlich sind, trotz der großen Fortschritte in der Erforschung der Frühzeit von Lebensformen aber bis heute ungeklärt. Sie kann seiner Meinung nach nur dadurch gelöst werden, dass verschiedenste Wissenschaftsdisziplinen zusammenarbeiten.

Wir können vermuten, dass Sigmund Freud die Ergebnisse der Evolutions- und Soziobiologieforschung mit großem Interesse verfolgen würde, hat er doch der Psychodynamik der evolutionär frühen gemeinschaftlichen Lebensformen, z.B. der »Urhorde«, ein ganzes Werk, Totem und Tabu, gewidmet (Freud 1913). Was aber kann die heutige Psychoanalyse zu den Fragen nach Ursachen und Dynamiken von Gruppenbildung beitragen? Welche Forschungsfelder könnten wir als Psychoanalytiker in den aktuellen Wissenschaftsdiskurs einbringen? Die metapsychologische Erkundung von Gruppenfaktoren steckt noch in den Anfängen. Und um die erhofften Erfolge der Gruppentherapien ist es vielleicht etwas stiller geworden.

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