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Jung, C.G. (1909). Die Bedeutung des Vaters für das Schicksal des Einzelnen. Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschung, 1(1):155-173.

(1909). Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschung, 1(1):155-173

Die Bedeutung des Vaters für das Schicksal des Einzelnen

C. G. Jung

(Aus der psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich.)

Ducunt volentem fata, nolentem trahunt.

Freud hat an vielen Orten mit unmißverständlicher Deutlichkeit auf die Tatsache hingewiesen, daß das psychosexuelle Verhältnis des Kindes zu den Eltern, insonderheit zum Vater eine ausschlaggebende Bedeutung für den Inhalt einer späteren Neurose besitzt. Das Verhältnis zu den Eltern ist in der Tat der infantile Kanal par excellence, in den die auf Hindernisse stoßende Libido des späteren Lebens zurückflutet und dadurch längst vergessene Kindheitsträume wieder belebt. Immer ist es ja so im menschlichen Leben, wenn wir vor einem zu großen Hindernisse, einer drohenden schweren Enttäuschung oder dem Wagnis eines zu weitreichenden Entschlusses zurückweichen, daß die zur Lösung der Aufgabe angestaute Energie des Wollens ohnmächtig zurückflutet und die Nebenströme, die als unzweckmäßig aufgegebenen Systeme der Vorzeit, wieder auffüllt. Wem das Glück der Liebe zum Weibe in entmutigender Weise fehlschlägt, der geht zurück auf das Surrogat der schwärmerischen Freundschaft, auf Onanie, auf Religiosität, und ist der Enttäuschte ein Neurotiker, so greift er noch weiter zurück auf die von ihm bis dahin nie ganz verlassenen Kindheitsbeziehungen, an die auch der Normale mit mehr als einer Kette geschlossen ist, auf das Verhältnis zu Vater und Mutter. Jede Psychoanalyse, die einigermaßen gründlich durchgeführt ist, zeigt die Regression mehr oder minder deutlich.

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