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Maeder, A. (1910). Psychologische Untersuchungen an Dementia praecox-Kranken. Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschung, 2(1):185-245.

(1910). Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschung, 2(1):185-245

Psychologische Untersuchungen an Dementia praecox-Kranken

A. Maeder

I Analysen von zwei Fällen von Dementia praecox (paranoide Form)

a) Fall J. B.

1. Krankengeschichte

Über erbliche Belastung (bis auf den Großvater mütterlicherseits, der Potator war) ist nichts bekannt. Ein Bruder ist gesund. Der Vater, der Webermeister war, ist an Phthise gestorben. — Patient hat drei Kinder, alle körperlich etwas schwächlich; die Frau war einige Zeit im Lungen-sanatorium W.

Patient ist in B. geboren (1869) und aufgewachsen. Er erlitt als Junge ein Trauma (Schneeball ins rechte Auge), trägt eine Pupillendifferenz und einen Kornealfleck davon. Seit längerer Zeit leidet er an Konjunktivitis. B. war ein intelligenter Schüler. Nach zwei Jahren Sekundarschule trat er in die kaufmännische Lehre. 1883 starb seine Mutter.

B. bekleidete verschiedene Stellen als Kommis, wurde für eine Zeitlang Weber in einer kleinen Fabrik, trieb Politik als Sozialdemokrat. Er half bei der Gründung einer Nahrungsmittelgenossenschaft, wurde Sekretär derselben und gab die Stelle als Arbeiter definitiv auf. Er hatte Bekanntschaft mit einer Arbeiterin gemacht, verkehrte sexuell mit ihr und mußte sie heiraten. Im Jahre 1886 wurde er Kassier und Einkäufer im Konsumvereine W., dann in Z., 1894 kam er nach O. in eine Handelsgesellschaft als Buchhalter. Sein Bureauchef spekulierte, wurde verdächtigt: die Prüfungskommission konstatierte große Verluste und entließ ihn 1897. Es war für B. eine aufregende Zeit. Er wurde 1897 zum Bureauchef ernannt, mußte das Geschäft wieder in die Höhe bringen und einen Prozeß gegen den Vorgänger und einige Mitglieder des Verwaltungsrates führen, der jahrelang dauerte. Die Stelle war gut, machte aber dem Patienten viele Sorgen. Patient war daneben Gemeinderat, aktives Mitglied von einem Turn- und speziell Schützenverein; er war angesehen und beliebt.

Um 1900 wurde Patient aufgeregt, schien überanstrengt, wurde mehr und mehr eigentümlich verschlossen. 1901 wurde nachts in sein Bureau eingebrochen und es wurden 1800 Franken gestohlen; B.

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