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Rank, O. (1910). Ein Traum, der sich selbst deutet. Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschung, 2(2):465-540.

(1910). Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschung, 2(2):465-540

Ein Traum, der sich selbst deutet

Otto Rank

„Zwar ist's mit der Gedankenfabrik

Wie mit einem Webermeisterstück,

Wo ein Tritt tausend Fäden regt,

Die Schifflein herüber hinüber schießen,

Die Fäden ungesehen fließen,

Ein Schlag tausend Verbindungen schlägt!“

(Faust.)

I Die Technik der Traumanalyse

Ein nicht neurotisches junges Mädchen meines Bekanntenkreises, die mein Interesse für die Traumprobleme vom Hörensagen kennt, erzählt mir einen „poetischen, märchenhaft schönen Traum“ und fordert mich halb scherzhaft auf, meine Deutekunst an ihm zu erproben. Die Bedingungen derartiger nicht in therapeutischer Absicht bei Neurotikern oder zum Zwecke rein theoretischer Erkenntnis an eigenen Träumen unternommener Deutungsversuche sind meist so ungünstige, daß ihre Ergebnisse fast nie beweiskräftig oder bedeutsam genug ausfallen, um sich zur wissenschaftlichen Verwertung zu eignen. Auch in diesem Falle leitete die Träumerin bei dem Verlangen nach einer Deutung ihres Traumes weder ein praktisch-therapeutisches noch ein theoretischwissenschaftliches Interesse; vielmehr erwartete sie neben der Bewunderung des wirklich schönen Traumbildes das Eingeständnis seiner Undeutbarkeit zu hören, im günstigsten Falle jedoch eine sich auf ihre Zukunft beziehende glückverheißende Auslegung im Sinne des banalen Volksaberglaubens.

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