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Kreft, G. (1989). Ludwig Edinger und Sigmund Freud: Ein marginaler Annäherungsversuch. Luzifer-Amor, 2(4):26-31.
    

(1989). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 2(4):26-31

Ludwig Edinger und Sigmund Freud: Ein marginaler Annäherungsversuch*

Gerald Kreft

„Ich war ein ebenso eifriger Arbeiter im gehirnanatomischen Institut wie früher im physiologischen. Kleine Arbeiten über Faserverlauf und Kernursprünge in der Oblongata sind in diesen Jahren entstanden und immerhin von Edinger bemerkt worden.“1

Der 68jährige Sigmund Freud erinnert in der 1924 entstandenen ‚Selbstdarstellung‘ der Psychoanalyse an die Anfänge seiner akademischen Laufbahn in den Wiener Laboratorien von Ernst Brücke (1819-1892) und Theodor Meynert (1833-1892). Die bescheidene Einschätzung der eigenen neuropathologischen Beiträge wird unversehens aufgewertet durch die Erwähnung des Namens Ludwig Edingers. Von ihm - wahrscheinlich in seinen Referaten in ‚Schmidt's Jahrbüchern‘ oder in den ‚Fortschritte der Medizin‘ -, also von Edinger überhaupt bemerkt worden zu sein, empfiehlt sich bereits als Qualitätsurteil.

Wer aber war dieser Edinger, dessen unverhohlene Wertschätzung für sich selbst zu sprechen schien? Heute, rund 100 Jahre nach dieser - zugegeben: rein literarischen - Begegnung von Freud und Edinger hat sich die Ausgangslage umgekehrt. Nicht nur in Alltagsbewußtsein und Allgemeinbildung kennt den einen fast jeder, den anderen fast niemand mehr. Auch die Literatur zu aktuelleren Fragen der Hirnforschung2 verweist vielleicht noch auf Freud, nicht jedoch auf Edinger. Dieser scheint verurteilt, ein eher antiquarisches Dasein in lexikalischen Werken zu fristen: Als Edinger-Bahn, Edinger-Gesetz, als Edinger-Hinterstrangfeld, Edinger-Methode, Edinger Projektor oder Edinger-Westphal-Kern.

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