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Stein, H. (1990). Vorgeschichte und Zukunft der Psychoanalyse. Luzifer-Amor, 3(5):9-14.

(1990). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 3(5):9-14

I AUFSÄTZE

Vorgeschichte und Zukunft der Psychoanalyse

Herbert Stein

Die Geschichte der Psychoanalyse beginnt mit Freud. Freud erinnerte an die Vorgeschichte der Psychoanalyse.

„Die Psychoanalyse ist sozusagen mit dem zwanzigsten Jahrhundert geboren … Aber sie ist, wie selbstverständlich, nicht aus dem Stein gesprungen oder vom Himmel gefallen, sie knüpft an Älteres an, das sie fortsetzt, sie geht aus Anregungen hervor, die sie verarbeitet. So muß ihre Geschichte mit der Schilderung der Einflüsse beginnen, die für ihre Entstehung maßgebend waren, und darf auch der Zeiten und der Zustände vor ihrer Schöpfung nicht vergessen“ (Freud 1928, 405).

In einem engeren Sinne reicht die Vorgeschichte der Psychoanalyse zurück bis zu Charcot. Im weiteren Sinne gehören nach Freud die Dichter und Dichterphilosophen als „Vorläufer“ zur Vorgeschichte der Psychoanalyse (vgl. Stein und Stein 1984/87).

Weniger auf einzelne Personen, d.h. Dichter und ihre psychologischen Äußerungen bezogen, gehören geistige Strömungen zur Vorgeschichte der Psychoanalyse, so die Aufklärung und die Romantik (vgl. Düe 1988, 32 ff), Idealismus und Naturphilosophie (Marquard 1987).

Die Zuordnung von Elementen der Aufklärung oder der Romantik zu bestimmten Teilen der psychoanalytischen Theorie oder Aspekten ihrer Praxis benutzt zumeist ein Vorverständnis der Begriffe Aufklärung und Romantik. Es wäre aber zu präzisieren - „aufzuklären“, was innerhalb der Psychoanalyse gemeinhin unter ihrem Aufklärungsaspekt zu verstehen sei, was dieser mit dem Zeitalter der Aufklärung und dessen Nachwirkungen zu tun hat, vielleicht auch, was legitimerweise im psychoanalytischen Zusammenhang unter Aufklärung verstanden werden sollte. Entsprechendes gilt von dem romantischen Aspekt. Die Romantik kann grob als Bewegung gegen die rationalistischen Aspekte der Aufklärung verstanden werden. Ebenso die Aufklärung als Reaktion auf die „selbstverschuldete Unmündigkeit“ eines eng kirchlich gebundenen Denkens. Genauere Analysen dieser historischen geistigen Zustände und Bewegungen sind bedeutungsvoll für das Selbstverständnis der Psychoanalyse, werden aber innerhalb der Psychoanalyse kaum rezipiert und diskutiert.

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