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Brockhaus, G. (1992). Psychoanalytische Hitler-Deutungen. Luzifer-Amor, 5(9):8-24.

(1992). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 5(9):8-24

I AUFSÄTZE

Psychoanalytische Hitler-Deutungen

Gudrun Brockhaus

Alexander Mitscherlich beginnt sein Vorwort zu Helm Stierlins Buch über Hitler mit einem Lob für den Mut Stierlins, der Flut historischer, politologischer, soziologischer, rechts - und ökonomietheoretischer, psychologischer Arbeiten zum Nationalsozialismus und der Rolle Hitlers eine weitere hinzuzufügen:

„Stierlin hat sich von der wachsenden Hitler-Literatur informieren, jedoch nicht abhalten lassen, einen eigenen Beitrag zu leisten.“ (Mitscherlich in Stierlin 1975, S. 9).

Stierlin zitiert in seinem Buch von 1975 einen Experten, der die Zahl der ernstzunehmenden Veröffentlichungen allein über Hitler auf mehr als 50 000 schätzt. Wer sich als Fachfremder auf das Gebiet der Nationalsozialismusforschung begibt, wird schnell mutlos bei dem Versuch, sich auch nur einen groben Überblick zu verschaffen. Zu der Unüberschaubarkeit kommt häufig die Undurchsichtigkeit fachimmanenter Kontroversen, die, wie Manfred Funke (1989) schreibt, „in steriler Verdrüßlichkeit“ (S. 7) weitergepflegt werden. In recht vielen Veröffentlichungen über Hitler ersetzt „kunstfertige Häme und feinsinnigste Kollegenschelte gerade dort, wo man das erforderliche Energieaufgebot für Problemlösungen erwartet“ (S. 7), einen eigenen Beitrag. Es scheint, als sei es wichtiger und interessanter, die ‚Gegner‘ in der Debatte z. B. um die Rolle Hitlers als Exponenten oder Dirigenten des „Dritten Reiches“ zu besiegen, als dem Verständnis der Bedeutung Hitlers im Herrschaftssystem des Nationalsozialismus näherzukommen.

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