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Harmat, P. (1992). Szálasideutungen. Luzifer-Amor, 5(9):70-75.

(1992). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 5(9):70-75

Szálasideutungen

Paul Harmat

Ungarns Lage im Zweiten Weltkrieg kann als die eines „unwilligen Satelliten“ von Deutschland charakterisiert werden. Das nach dem Ersten Weltkrieg an die Macht gelangte Regime von Admiral Horthy war zwar konservativ-autoritär und meilenweit von einer echten Demokratie entfernt, aber keineswegs nationalsozialistisch, faschistisch oder extrem diktatorisch. Nichtdestoweniger fügten sich die ungarischen Machthaber dem Druck von Hitler - in erster Linie, um nach dem Ersten Weltkrieg verlorene Gebiete mit zum Teil rein ungarischer Bevölkerung von den Nachbarländern zurückzubekommen -, nahmen am Krieg gegen die Sowjetunion teil und ließen nach der deutschen Besetzung von 1944 Hunderttausende von ungarischen Juden nach Auschwitz schicken.

Die rechte Opposition des Horthy-Regimes bildeten ab den dreißiger Jahren die sogenannten Pfeilkreuzler, die im Gegensatz zum Reichsverweser Horthy und seiner Umgebung eindeutig als Nazis galten. Als im Herbst 1944, angesichts der drohenden Niederlage von Deutschland und seinen Verbündeten Horthy die Fronten wechseln wollte - der Versuch scheiterte -, ließ Hitler Ferenc Szálasi als einen ungarischen Quisling und seine Pfeilkreuzler-Partei an die Macht kommen. Eine wilde Orgie der Gewalt begann - Juden, Widerständler, Fahnenflüchtige wurden verhaftet, zum Teil mißhandelt, gefoltert, in die Donau geschossen. Nur der relativ schnellen Ankunft der Roten Armee ist es zu verdanken, daß etwa hundertfünfzig bis zweihunderttausend Juden von den ursprünglich achthunderttausend am Leben blieben.

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