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PEP-Web Tip of the Day

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Treplin, V. (1992). Eine Auseinandersetzung mit dem Buch von A. Eckstaedt „Nationalsozialismus in der ‚zweiten Generation‘. Psychoanalyse von Hörigkeitsverhältnissen“. Luzifer-Amor, 5(9):165-187.

(1992). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 5(9):165-187

Eine Auseinandersetzung mit dem Buch von A. Eckstaedt „Nationalsozialismus in der ‚zweiten Generation‘. Psychoanalyse von Hörigkeitsverhältnissen“

Review by:
Vera Treplin

„… es ist Zeit, daß man weiß!

Es ist Zeit, daß der Stein sich zu blühen bequemt,

daß der Unrast ein Herz schlägt.

Es ist Zeit, daß es Zeit wird.

Es ist Zeit.“

Paul Celan (1952)

Im Oktober 1989 hatte ich in Hannover an dem Kongreß zum Thema: „Psychische Schäden alternder Überlebender des Naziterrors und ihrer Nachkommen“ teilgenommen. Nach Hause zurückgekehrt, fand ich ein Päckchen mit dem Buch. „Ich hoffe, es hilft Dir“, schrieb der Absender - Sohn eines Täters und langjähriger Freund. Noch bevor ich mich bedanken konnte, brach am 9. November die Mauer ein: „… Lauter Raum / reißend von weit herein…“, Rilkes „Lied vom Meer“ gegen eine Welle von Angst, gegen eine Flut von Erinnerung.

Es folgte die allgemeine Verordnung: Die Nachkriegszeit ist zu Ende. Ein Kalenderblatt wird abgerissen. Wenn nicht mehr über das Leben entschieden wird, dann zumindest darüber, wie und was erlebt werden soll. Laß die Vergangenheit ruhen! Ein Befehl, seit ich denken kann. Ist die Nachkriegszeit jetzt wirklich zu Ende?

Das führt mich zurück in die Zeit, aus der das Buch von Anita Eckstaedt erwachsen ist. Die Autorin ist nur wenig älter als ich, wir gehören zur gleichen Generation und sind im gleichen Land geboren. Aber damals trennten uns Welten. Wenn uns heute noch immer Welten trennen, dann auf Grund-jener Vergangenheit, die auf eine sehr unterschiedliche Weise für sie so wenig wie für mich vergehen will.

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