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Israëls, H. (1992). Freuds Phantasien über Leonardo da Vinci. Luzifer-Amor, 5(10):8-41.

(1992). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 5(10):8-41

I AUFSÄTZE

Freuds Phantasien über Leonardo da Vinci

Han Israëls

I

Wenn die historisch-kritische Forschung hinsichtlich der Arbeitsweise Freuds, die sich meist mit un- oder kaum kontrollierbaren Arbeiten Freuds begnügen muß, an eine Studie herantritt, die ausnahmsweise doch kontrolliert werden kann, so folgt sie dabei nicht den Motiven, die ihr von den Laien so häufig zugeschoben werden. Sie strebt nicht danach, „das Strahlende zu schwärzen und das Erhabene in den Staub zu ziehen“,1 sondern sie kann nicht anders, als alles des Verständnisses wert zu finden, was sich an den Arbeiten Freuds erkennen läßt, und sie meint, es sei keine wissenschaftliche Abhandlung so groß, daß es für sie eine Schande wäre, an den Maßstäben gemessen zu werden, die alle Wissenschaft mit gleicher Strenge beherrschen.

Als eine der größten kontrollierbaren Untersuchungen Freuds ist seine Studie über Leonardo da Vinci (1910) schon von den Zeitgenossen bewundert worden. Freud selbst meinte, diese Arbeit sei „das einzig Schöne, das ich je geschrieben“.2 Er versucht darin, eine Erklärung für eine Reihe rätselhafter Charakterzüge Leonardo da Vincis zu geben: etwa dessen Unvermögen, seine Kunstwerke zu beenden - er ließ sie oft unvollendet liegen -, sein erstaunliches Talent zu eigenständiger wissenschaftlicher Forschung, wobei er sich in auffallend hohem Maße von den damals vorherrschenden Ideen loslöste, oder auch seine stark gehemmte Sexualität; laut Freud war Leonardo latent homosexuell.

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