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Klier, A. (1992). Leonardo zwischen Wunsch und Wissen: Einige Überlegungen zu Grenzen und Möglichkeiten einer psychoanalytischen Kunstinterpretation. Luzifer-Amor, 5(10):125-134.

(1992). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 5(10):125-134

Leonardo zwischen Wunsch und Wissen: Einige Überlegungen zu Grenzen und Möglichkeiten einer psychoanalytischen Kunstinterpretation

Andrea Klier

Sigmund Freuds 1910 verfaßte Studie „Eine Kindheitserinnerung des Leonardo da Vinci“1 ist auch heute noch Gegenstand von Untersuchungen, die den mittlerweile weitgehend bekannten inhaltlichen Fehlern und Mißdeutungen nachgehen, um den wissenschaftlichen Charakter dieser Arbeit in Zweifel zu ziehen.2 Die Relevanz eines solchen Resultates bleibt jedoch fragwürdig, solange über dem Problematisieren der Details das der Methode außer acht gelassen wird und der Blick auf die Horizonte, die sie zu eröffnen vermag, verstellt bleibt.

Freuds Interesse an Leben und Werk des Leonardo wird von der Frage nach der Ursache für dessen „allseitiges Genie“3 geleitet. Er sieht in der Lebensgeschichte Leonardos eine Entwicklung vom Künstler zum Naturforscher, die Ausdruck der Hemmungen in Sexualität und künstlerischer Tätigkeit durch einen ungewöhnlich stark ausgeprägten Forscherdrang sei. Als Symptome der Hemmung gelten ihm Leonardos langsame Arbeitsweise und seine unvollendeten Gemälde. Freud deutet den Wissensdrang als besondere Form der Sublimierung, in der sich die Libido direkt in Wißbegier umgesetzt der Verdrängung entzieht. Demnach gibt sich für Freud in dem Wandel Leonardos vom Künstler zum Naturwissenschaftler ein Prozeß zu erkennen, der die Beziehung zwischen Wunsch und Wissen offenbart.

Freud entwickelt seine These entlang einer von Leonardo als Kindheitserinnerung beschriebenen Geschichte, die er als rückwärtsgewandte Phantasie interpretiert.

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