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Kimmerle, G. (1992). Freuds Leonardo-Studie: Eine methodologische Erörterung. Luzifer-Amor, 5(10):135-208.

(1992). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 5(10):135-208

Freuds Leonardo-Studie: Eine methodologische Erörterung

Gerd Kimmerle

Han Israëls, zu dessen Verdiensten es zählt, den Fall Schreber neu aufgerollt zu haben1, legt nun eine Untersuchung zur Arbeitsweise Freuds vor. Es handelt sich also um ein methodologisch orientiertes Unternehmen. Zur Diskussion gestellt wird „Eine Kindheitserinnerung des Leonardo da Vinci“, jener erste Versuch in psychoanalytischer Biographie, den Freud 1910 als Heft VII der Schriften zur angewandten Seelenkunde im Verlag Franz Deuticke veröffentlicht hatte. Die Kritik, die Israëls daran übt, scheint sich demgemäß auf einen kleinen, eher randständigen Teil des Freudschen Werkes zu beschränken. Sein Ehrgeiz zielt aber offensichtlich weit höher. Anhand des von ihm gewählten Untersuchungsgegenstandes will er nämlich Schwächen des wissenschaftlichen Verfahrens aufdecken, die Freud durchgängig vorgehalten werden können. Daß seine Wahl dabei auf die Leonardo-Studie fällt, ist demnach zufällig. Wenigstens versichert Israëls dies. Freuds Versuch über Leonardo wird anderen Arbeiten angeblich einzig deshalb vorgezogen, weil hier einer der seltenen Fälle vorliegt, wo seine Vorgehensweise unvoreingenommen nachgeprüft und folglich auch objektiv beurteilt werden kann. Im Gegensatz zu den Krankengeschichten, bei denen eine solche Prüfung sehr viel schwieriger durchzuführen wäre, ist es der historisch-kritischen Analyse 2, wie Israëls seine eigene Arbeitsweise nennt, hier leicht möglich, genauestens zu kontrollieren, wie Freud wissenschaftlich arbeitet.

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