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Israëls, H. (1992). Antwort an Michael Schröter. Luzifer-Amor, 5(10):209-226.

(1992). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 5(10):209-226

Antwort an Michael Schröter

Han Israëls

Michael Schröter hat eine Antwort verdient. Ich werde mit den Detailfragen beginnen, um dann auf einige, mehr allgemeine Punkte einzugehen: das Wissenschaftsverständnis, das Schröter mir zuschreibt, und das Ausmaß, in dem sich Freud in seinem Werk durch empirische Informationen leiten ließ.

Zunächst einmal zum „Geier“, auf dem ein Großteil der Freudschen Argumentation beruht. Der Leser wird sich erinnern: Ausgangspunkt der Beweisführung Freuds ist eine beiläufige Mitteilung Leonardo da Vincis, in der er sich erinnert, daß er, als er noch in der Wiege lag, von einem „nibio“ besucht wurde, der mit seinem Schwanz gegen den Mund des kleinen Leonardo schlug. In der deutschen Übersetzung eines russischen Romans über Leonardo da Vinci stieß Freud zum ersten Mal auf diese Kindheitserinnerung. Dort war der ursprüngliche „nibio“ - auf dem Umweg über ein russisches Wort - als „Geier“ übersetzt worden. Freud benutzte diesen „Geier“ als Ausgangspunkt für eine komplexe Beweisführung, die ihn - nach einer Diskussion über die Bedeutung, die der Geier in der ägyptischen Mythologie und bei den Kirchenvätern besaß - zu der Schlußfolgerung führte, daß der kleine Leonardo die ersten drei bis fünf Jahre seines Lebens bei seiner unverheirateten Mutter zugebracht haben müsse, die „keinen Mann hatte“ und deshalb ihr Bedürfnis nach Zärtlichkeit an ihrem kleinen Sohn ausgelebt habe.

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