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Fichtner, G. (1992). Volles Bekenntnis zur Person statt voller Annahme der Lehre. Anna Freud über Ludwig Binswangers „Erinnerungen an Sigmund Freud“. Luzifer-Amor, 5(10):227-231.

(1992). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 5(10):227-231

II QUELLENTEXT

Volles Bekenntnis zur Person statt voller Annahme der Lehre. Anna Freud über Ludwig Binswangers „Erinnerungen an Sigmund Freud“

Gerhard Fichtner

Im April dieses Jahres erschien im Verlag S. Fischer der Briefwechsel zwischen Sigmund Freud und Ludwig Binswanger1, das Zeugnis einer lebenslangen Freundschaft zwischen Freud und dem 25 Jahre jüngeren Binswanger, der als angehender Psychiater zusammen mit seinem Doktorvater C. G. Jung erstmals im März 1907 Freud in Wien besucht hatte. Die Bedingungen, unter denen diese Freundschaft entstand, ihre Bewährungsproben und Binswangers lebenslanger Versuch, eine philosophische, genauer - eine erkenntniskritische Begründung der Psychoanalyse zu liefern, sind in der Einleitung zu dieser Edition geschildert worden.2

Hier soll aufgrund eines unerwarteten Brieffundes berichtet werden, wie Binswanger nach dem Tode Freuds mit diesem ihm besonders wichtigen Briefwechsel umgegangen ist, wie sich ihm der Plan verdichtete, mit Zitaten aus diesen Briefen sein Buch „Erinnerungen an Sigmund Freud3 zu komponieren und wie das Echo Anna Freuds auf dieses Buch ausfiel.

Schon bald nach dem Tode Freuds, am 21.11.1939, schrieb Binswanger an Freuds Witwe: „Es kam mir dieser Tage in den Sinn, ob wir nicht daran denken müßten, mit der Zeit eine Sammlung von Briefen Ihres lieben Mannes herauszugeben, damit die Welt ihn auch von seiner rein persönlichen Seite kennenlernt. Gerade ich selbst habe ihn in manchen seiner Briefe erst recht kennengelernt.“4 Anna Freud erwiderte anstelle ihrer Mutter am 29.12.1939 darauf, auch sie habe schon den Plan gefaßt, zunächst einmal Briefe ihres Vaters zu sammeln, und deshalb in einer der nächsten Nummern der „Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse und Imago“ einen Aufruf für eine solche Sammlung zu veröffentlichen.5 Und Binswanger betont am 11.1.1940 noch einmal, der Aufruf solle so formuliert werden, „daß er möglichst alle Arten von Briefen Ihres Vaters erfaßt und nicht nur die rein wissenschaftlichen oder unpersönlichen Inhalts.“6 Der Zweite Weltkrieg brachte dann vermutlich den brieflichen Austausch zwischen Binswanger und der Freud-Familie zum Erliegen.

Bei einem Besuch in England im August 1946 konnte Binswanger den persönlichen Kontakt erneuern. In sein Tagebuch schrieb er damals: „… besuchte Frau Prof.

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