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(1993). Vorwort. Luzifer-Amor, 6(11):5-7.

(1993). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 6(11):5-7

Vorwort

Das Inzestthema ist zweifellos aktuell. Von verschiedenen Positionen mit einander widersprechenden Argumenten angegriffen, bildet es die Klammer zwischen kulturtheoretischen und individualpsychologischen Aspekten der Psychoanalyse. Daher stehen seine theoretischen und therapeutischen Implikationen seit jeher im Zentrum des Interesses an der Psychoanalyse und der Auseinandersetzungen um ihren Wahrheitsgehalt.

Die Entdeckung des ödipalen Themas sexueller Phantasien ist eine Folge des Zusammenbruchs der sogenannten Verführungstheorie und ein Ergebnis der Einsicht in die nachträgliche (bedeutungsvermittelte) Wirkung von verdrängten Erinnerungen, zu der Freud nicht zuletzt auch durch die selbstanalytische Rekonstruktion seiner eigenen Lebensgeschichte gelangte. Daß sich Verbindungslinien zwischen der wissenschaftlichen Theoriebildung und der persönlichen Kindheitsgeschichte bei Freud nachweisen lassen, hat Herta E. Harsch in ihrem Aufsatz überzeugend dargelegt, wobei sie vor allem auf die außergewöhnliche Familienkonstellation und auf die zentrale Bedeutung der Amme für Freud hinweist.

Die sexuelle Ätiologie der Psychoneurosen, die Freud entwickelt, erwächst aus der Verbindung von Traumatheorie und Verdrängungslehre. Zu betonen ist, daß Freud das Faktum des sexuellen Mißbrauchs von Kindern als solches niemals bestritten hat, sich aber gezwungen sah, seine Ansichten über die ätiologische Funktion von realen Vorkommnissen neu zu überdenken, als ihm klar-wurde, daß die psychische Bedeutung eines Ereignisses, sein subjektives Erleben, nicht aus ihm selbst abzuleiten ist.

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