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Gast, L. (1993). Schuld und Phantasie: Anmerkungen zur gegenwärtigen Debatte über den sexuellen Mißbrauch. Luzifer-Amor, 6(11):28-39.

(1993). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 6(11):28-39

Schuld und Phantasie: Anmerkungen zur gegenwärtigen Debatte über den sexuellen Mißbrauch

Lilli Gast

Die Frauenbewegung hat sich in den letzten Jahren das große Verdienst erworben, die alarmierende Häufigkeit sexueller Übergriffe auf Kinder, insbesondere innerhalb der eigenen Familien von seiten männlicher Verwandter, zu einem öffentlichen Thema zu machen. Sexueller Mißbrauch, Inzest und sexuelle Phantasie, innere Realität und äußere, gesellschaftliche Realität - diese Begriffe stecken das Feld ab, auf dem sich die von jeher in Haßliebe verstrickten Diskurse der Psychoanalyse und der Frauenbewegung begegnen. Immer geht es um Wahrheit, und wie so oft - gerade in affektiv ambivalenten Beziehungsgeflechten - evoziert die Wahrheit des einen den affektgeladenen Verratsvorwurf des anderen.

Die Geschichte der psychoanalytischen Verführungstheorie steht seit einiger Zeit - spätestens seit J. Massons ‚Enthüllungen‘ und A. Millers großer ‚Abrechnungs-Trilogie‘ - stellvertretend, ja nachgerade als Metapher für die Niederungen einer feigen kollektiven Verleugnung der Realität sexueller Ausbeutung von Kindern, und Freud selbst wird ein ums andere Mal als Komplize und Handlanger der zumeist väterlichen Täter enttarnt. Mittlerweile deutet der in vielerlei Beziehung überdeterminierte Umgang mit dem Begriff ‚Verführungstheorie‘ auf seine sukzessive Synonymisierung mit ‚Wahrhaftigkeit‘, wissenschaftlicher Unabhängigkeit resp.

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