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Dittrich, K.A. (1993). Der analytische Inzest am Beispiel von Otto Gross und C. G. Jung: Überlegungen zum Stellenwert des Inzestverbots und der analytischen Abstinenz. Luzifer-Amor, 6(11):40-60.

(1993). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 6(11):40-60

Der analytische Inzest am Beispiel von Otto Gross und C. G. Jung: Überlegungen zum Stellenwert des Inzestverbots und der analytischen Abstinenz

Karin A. Dittrich

„Wir können keinen Analysanden in Analyse nehmen, ohne daß dieser versucht, uns zu verführen, und wir können keinen analytischen Prozeß einleiten, wenn wir uns nicht eingestehen, daß wir ihn dazu verführen.“

(Morgenthaler 1978, S. 25)

1. Das Inzestverbot als kulturell-gesellschaftliche Grundregel bei Freud

Im März 1912 eröffnete Freud das erste Heft der neu ins Leben gerufenen Zeitschrift „Imago“ mit seiner Abhandlung „Die Inzestscheu. Über einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker“, die den ersten Teil des Gesamtwerks „Totem und Tabu“ bildete. Bereits 1897 hatte er in dem seinem Brief an Wilhelm Fließ vom 31.5.1897 beigefügten Manuskript eine erste kulturelle Konzeption der Inzestscheu entworfen.

„‚Heilig‘ ist, was darauf beruht, daß die Menschen zugunsten der größeren Gemeinschaft ein Stück ihrer sexuellen und Perversionsfreiheit geopfert haben. Der Abscheu vor dem Inzest (ruchlos) beruht darauf, daß infolge der sexuellen Gemeinschaft (auch in [der] Kinderzeit) die Familienmitglieder dauernd zusammenhalten und des Anschlusses an Fremde unfähig werden. Er ist also antisozial - Kultur besteht in diesem fortschreitenden Verzicht. Dagegen der,Übermensch‘“ (Briefe an W. Fließ 1986, S. 269).

Die seit 1910 zunehmend verschärfte Auseinandersetzung mit Jung über den Libidobegriff, welche in direktem Zusammenhang mit dessen Arbeit „Wandlungen und Symbole der Libido“ stand und im Gefolge Freud zu einer wissenschaftlichen Entgegnung veranlaßte, wurde unterstützt durch das zeitgleiche Erscheinen von J. G. Frazer's Buch „Totemism and Exogamy“. Dieses vierbändige ethnologische Gesamtwerk wurde neben der Völkerpsychologie Wilhelm Wundts für Freud zur wesentlichen Quelle dieses ersten Entwurfs einer kulturtheoretischen Schrift.

In

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