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Alves, E. (1994). Peter Dettmering: Die Adoptionsphantasie. ‚Adoption‘ als Fiktion und Realität. Würzburg 1994 (Königshausen und Neumann), 104 Seiten, DM 34,-. Luzifer-Amor, 7(14):136-139.
  

(1994). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 7(14):136-139

Peter Dettmering: Die Adoptionsphantasie. ‚Adoption‘ als Fiktion und Realität. Würzburg 1994 (Königshausen und Neumann), 104 Seiten, DM 34,-

Review by:
Eva-Maria Alves

In seiner die Psychoanalyse um eine wesentliche Dimension bereichernden Unterscheidung des „schuldigen“ Menschen – des in seinem triebhaften Luststreben konflikthaften Wesens – und des „tragischen“ Menschen – des in seinem Streben nach Selbstverwirklichung blockierten Wesens – hat der „Narzißmusspezialist“ Heinz Kohut auch der psychoanalytischen Literaturinterpretation einen großen Dienst erwiesen.

Statt nämlich, wie traditionellerweise in der psychoanalytischen Literaturinterpretation geschehen, als Interpret sein Hauptaugenmerk auf die Triebkonflikthaftigkeit von Autor und Helden zu richten, gestattet der umweglose Blick auf das Selbst der Protagonisten ein empathisches Erkennen mittels narzißtischer Besetzung. Etwa diese Haltung, scheint mir, nimmt als Literaturdeuter der Hamburger Psychiater und Psychoanalytiker Peter Dettmering ein, wenn er die in literarischen Texten erscheinenden Figuren wie quasi-reale behandelt oder wie Personifizierungen gewissermaßen aus bewußt geträumten Selbstzustandsträumen. So werden Übertragungsformen auf literarische Texte gestaltet, die denen von Heinz Kohut als Alter ego-, Zwillings- oder Spiegelübertragungen gekennzeichneten ähnlich sind. Mag man als Leserin oder Leser den so vorgezeichneten Übertragungsbahnen auf literarische Texte folgen, kann man Dettmerings Aufsätze mit Gewinn, sogar mit dem Genuß, den neue Erkenntnis zu vermitteln vermag, lesen.

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